Bővebb ismertető
VorwortDie geschichtswissenschaftlichen Vorarbeiten für das Rostocker Jubiläum sind seit 1961 im Gange. Schon 1959 hatte der Senat in Auswertung der 550-Jahr-Feier der Karl-Marx-Universität Leipzig Überlegungen hinsichtlich des eigenen Jubiläums angestellt, aber erst Anfang 1961 wurde im Senat ein umfangreiches Dokument beraten und bestätigt, das für die folgenden Jahre die Grundlage der Arbeit bildete. Regelmäßig wurden seitdem, im Zusammenhang mit der Arbeit der vom Rektor geleiteten Universitätskommission für die Vorbereitung der 550-Jahr-Feier, der Stand der Arbeiten geprüft und die materiellen Voraussetzungen geschaffen. Wichtigste Entscheidung war dabei schließlich die Bildung einer Forschungsgruppe aus Mitarbeitern der Sektionen Marxismus-Leninismus und Geschichte, bei der sich die Arbeiten konzentrierten. Zusammenfassend können die Prinzipien und Methoden der jahrelangen Arbeit wie folgt dargelegt werden: Rektor und Senat hatten auf eine marxistisch-leninistische Gesamtdarstellung zur Geschichte der Universität Rostock orientiert, um die mit der 400-Jahr-Feier der Friedrich-Schiller-Universität Jena im Jahre 1958 begründete Tradition fortzusetzen. Die zweibändige Geschichte der Universität Jena war und blieb dabei das Vorbild für die Rostocker Arbeiten, wenn auch wesentliche Unterschiede in Konzeption und Proportion sich als notwendig erwiesen. Die im Jahre 1965 anläßlich der 200-Jahr-Feier der BergakademieFreiberg erschienene Gesamtdarstellung dieser montanwissenschaftlichen Bildungsstätte war dem Forschungskollektiv eine Bestätigung für die Richtigkeit des eingeschlagenen Weges und wirkte in jeder Weise anspornend, obwohl dabei zugleich deutlich wurde, daß jede Hochschule nach Alter, Bedeutung und Geschichte eigene Wege der historischen Darstellung würde finden müssen. Zu keiner Zeit, das sei ausdrücklich angemerkt, auch nicht in Phasen härtester Anspannung der Forschungsgruppe, ist der Gedanke an diese Gesamtdarstellung aufgegeben worden.Es war aber auch klar, daß nur die ebenfalls 1961 vom Senat beschlossene Ausarbeitung der Klinik- und Institutsgeschichten die wissenschaftsgeschichtlichen Grundlagen würde sichern können, und zwar unter selbständiger Verantwortung der jeweiligen staatlichen Leiter dieser Einrichtungen. Allerdings lag ein Teil dieser Darstellungen erst sehr spät vor, manche sind bis heute nicht fertiggestellt. Insgesamt kann aber die jetzt vorliegende Gesamtdarstellung nur im Zusammenhang mit den in der Wissenschaftlichen Zeitschrift gedruckten bzw. dort zum Druck gelangenden Einzelbeiträgen gesehen werden; dies gilt bezüglich der fachwissenschaftlichen Entwicklung und Leistung, es gilt aber auch bezüglich der in den Einzelbeiträgen nicht durchgehend gelungenen Behandlung des Verhältnisses der Fachwissenschaftler zur gesellschaftlichen Entwicklung.