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Hab ein liebes Gärtgen vorm Thore an der Ilm schönen Wiesen in einem Thale. Ist ein altes Häusgen drinne, das ich mir reparieren lasse. Alles blüht alle Vögel singen So berichtet Johann Wolfgang Goethe von seinem neuen Besitz an Auguste von Stolberg. Und weiter heißt es in dem Brief vom Mai 1776: Da lass ich mir von den Vögeln was vorsingen, und zeichne Rasenbäncke, die ich will anlegen lassen, damit Ruhe über meine Seele komme Am 21. April 1776 - es war ein Sonntag - hatte Goethe Garten und Haus in Besitz genommen. Der Herzog...
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Hab ein liebes Gärtgen vorm Thore an der Ilm schönen Wiesen in einem Thale. Ist ein altes Häusgen drinne, das ich mir reparieren lasse. Alles blüht alle Vögel singen So berichtet Johann Wolfgang Goethe von seinem neuen Besitz an Auguste von Stolberg. Und weiter heißt es in dem Brief vom Mai 1776: Da lass ich mir von den Vögeln was vorsingen, und zeichne Rasenbäncke, die ich will anlegen lassen, damit Ruhe über meine Seele komme Am 21. April 1776 - es war ein Sonntag - hatte Goethe Garten und Haus in Besitz genommen. Der Herzog Carl August erwarb das Grundstück für Goethe und schenkte es ihm. Mit der Erkaufung des Börnerischen Gartens wie es in der wenige Tage später ausgestellten Urkunde heißt erhielt Goethe zugleich das Bürgerrecht.Das Grundbuch weist aus, daß das Grundstück, bevor es in Goethes Hände gelangte, den Besitzer wiederholt gewechselt hatte. Goethe fand einen sehr verwilderten Garten und ein halb verfallenes Haus vor. Er ließ sich durch den schlechten Zustand nicht abschrecken. Mein Garten sieht so noch raupig aus , schreibt er am 14. Mai 1776 an Charlotte von Stein. Doch Handwerker waren bereits dabei, die erforderlichen Erneuerungen des Daches, des Fußbodens und der Esse vorzunehmen. Wenn auch der untere Teil des Gartens etwas kultiviert war, so bedurfte es beim Urbarmachen des steinigen Abhangs besonderer Anstrengungen.Ganz beglückt konnte Goethe am 19. Mai 1776 Charlotte von Stein mitteilen: Zum erstenmal im Garten geschlafen Die Ruhe hier-haußen ist unendlich. Über sechs Jahre wurde das Gartenhaus sein ständiger Wohnsitz. Weitere fünfzig ist der untere Garten (wie Goethe ihn im Gegensatz zum Hausgarten am Frauenplan nannte) Zufluchtsort gewesen. Noch im hohen Alter ließ Goethe eine neue Gartentür anbringen, den Hang vor der Haustür im Bogen abstechen und den Platz vor dem Eingang nach der Art pompejanischer Mosaike mit Kieselsteinen auslegen. Dem in Italien weilenden Sohn August schreibt er am 11. Mai 1830: Die neue Gartenthüre stolzirt unten auf der Wiese gar architektonisch ansehnlich; zur Mosaik des Eingangs hat mir Wege-Bau-Inspector Götze frische schwarz und weiße Kiesel geschickt. Ober-Baudirector Coudray wird mir bey der Zeichnung beystehen. Die herrliche Malvenblüte im August 1831 bewog Goethe, eine Teegesellschaft zu geben. Im Spätherbst wurden neue Weinstöcke gepflanzt. Bei Spazierfahrten im Februar 1832 stieg

Termékadatok

Cím: Goethes Gartenhaus in Weimar [antikvár]
Szerző: Manfred Kahler
Kiadó: Nationale Forschungs- Und Gedenkstätten der Klassischen Deutschen Literatur
Kötés: Ragasztott papírkötés
Méret: 120 mm x 180 mm
Manfred Kahler művei
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