Bővebb ismertető
EinführungDer griechische Geschichtsschreiber Polybios nennt im Jah-re 150 v. Chr. zum erstenmal den Namen Alpen; vorher war das Gebirge als Arkynien und Herkynien bekannt. Auf der Suche nach Jagdbeute und Bodenschátzen hatten sich die Menschen schon sehr früh in die Berge gewagt: álte-ste Zeugen sind Funde aus práhistorischer Zeit. Die Alpen-überschreitung gelang schon den Kelten im 5. Jahrhundert v. Chr. und spáter, 218 v. Chr., zog der karthagische Feld-herr Hannibal mit seinem Kriegsheer und 37 Elefanten über das Gebirge, vermutlich am Col de la Traversette in den Cottischen Alpen, im heutigen Grenzgebiet zwischen Frankreich und Italien. Unter der Herrschaft der Römer schliefilich, im Jahr 46 n. Chr., wurde mit dem Bau der Bren-nerstrafíe begonnen. Sie gilt heute noch als wichtigster Nord-Süd-Übergang im gesamten Alpenbereich und bietet den bequemsten Zugang zur Zauberwelt der Dolomitén. Dichter und Naturforscher waren die ersten, die diese Berge durchwanderten und ihre Schönheit entdeckten. Schon sehr früh, zur Zeit der Kreuzzüge, stand die Erzáhlkunst der Dolomitenbewohner in hoher Blüte. Kari Félix Wolff hat die sagenhaften Begebenheiten des rátoromanischen Urvol-kes in seinen Dolomiten-Sagen festgehalten.Die touristische Erschliefíung der Dolomitén begann im so-genannten Goldenen Zeitalter des Alpinismus, 1855 bis 1865, in einem Jahrzehnt, in dem die wichtigsten Alpengip-fel erobert wurden. Diesen Beginn markiért die Ersterstei-gung des Monté Pelmo im Jahre 1857 durch den Englánder John Ball. Er war es auch, der gemeinsam mit William Mat-thews und Edward Shirley Kennedy den ersten alpinen Klub der Welt gründete. Von Paul Grohmann, Eduárd von Mojsisovics und Guido Freiherr von Sommaruga ins Leben gerufen, folgte 1862 der Österreichische Alpenverein, und 6 Jahre spáter gab es auch den Deutschen Alpenverein. Beide schlossen sich 1873 zum Deutschen und Österreichischen Alpenverein zusammen.Die grófién Dolomitengipfel wurden in der Zeit von 1857 bis 1875 bezwungen. Der Pionier war Paul Grohmann mit sei-ner Erstbesteigung des höchsten Dolomitenberges, der Mar-molada. Ihm folgten Francesco und Alessandro Lacedelli, die Gebrüder Zugliani und nicht zuletzt Peter Salcher, Michl und Franz Innerkofler aus Sexten. In der Zeit zwischen 1876 und 1890 begann die Epoche der grófién Führer und kühnen Führerlosen. Unvergefilich bleiben Namen wie Gebrüder Zsigmondy, Ludwig Purtscheller, Julius Kugy, Georg Wink-ler oder Alois Zott. Es folgte die altklassische Periode des Dolomitenbergsteigens, 1891 bis 1900, mit hervorragenden Kletterern wie Antonio Dimai, Hermann Delago, Hans Sta-beler, Kari Berger, Ottó Ampferer, Santo Siorapaes. Bis zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges gab eine neue Generation den Ton an, die die letzten grófién, noch offenen Wandpro-bleme löste: Luigi Rizzi, Michele Bettega, Paul Preufi, Hans Dülfer, Viktor Wolf von Glanvell, Günther Freiherr von Saar und der verwegene Tita Piaz. Der Krieg erzwang einen Still-stand in der Entwicklung, obwohl auf österreichischer und italienischer Seite alpinistische Glanzleistungen vollbracht wurden. Nach dem Krieg kamen dann Emilio Comici, Do-menico Rudati, Felice Franceschini und die ganz Extrémén, Lino Lacedelli, Guido Lorenzi, Walter Bonatti, Dietrich Has-se, Lothar Brandler, Jörg Lehne und Siegfried Löw.Die Landschaften Südtirols, wie wir sie heute erieben kön-nen, sind seit vielen Jahrhunderten vom Menschen gestal-tet. Die bizarre Bergwelt der Dolomitén hat dem Bestreben der Bewohner, die Natúr nach ihren Vorstellungen und Be-dürfnissen umzuformen, am lángsten Wiederstand gebo-ten. Die Erschliefíung der Alpen durch Zufahrtswege, Schutzhütten, Seilbahnen und Steiganlagen gibt immer mehr Bergsteigern die Möglichkeit, die Natúr, die Erhaben-heit gigantischer Felswánde und auch die Unbilden von Wind und Wetter zu erieben. In erheblichem Mafíe ist im Zugé dieser Entwicklung aber auch das Gleichgewicht in der Beziehung von Mensch und Umwelt gestört worden. Daher legten die Provinzen Trient, Belluno und Bozen Na-turreservate an und erliefien Gesetze zum Schutz der Al-penflora und -fauna, um auch in unserem Interesse die er-holungspendende Bergregion in ihrer Ursprünglichkeit zu bewahren.