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VorwortGraz - Lob der AltstadtWie unvergleichlich schön ist doch diese Altstadt!" So hören es die Grazer immer wieder von Besuchern aus anderen Ländern und fernen Erdteilen. Die Ureinwohner nicken freudig, und mancher von ihnen meint vielleicht, so ein Lob sei wohl dem Gefühlsüberschwang der Gäste zuzuschreiben. Selbstverständlicher Besitz Der Dichter Franz Nabl spricht in seinen Erzählungen von der zurückhaltend scheuen Schönheit dieser Stadt, die sich nicht auf den ersten oder zweiten Blick freigibt, sondern langsam entdeckt und erobert werden will. Wer einmal damit begonnen hat, dem erschließt sich das Verborgene, und er muß an einen reifen Menschen denken, der viel auszusagen hat, weil in ihm viele schöpferische Kräfte eingebettet sind.Ein wechselvolles Schicksal hat im Laufe vieler Jahrhunderte die Gestalt dieser Stadt geprägt. Und wer in ihrem Formenreichtum zu lesen versteht, der erspürt in ihrem Antlitz Türkenbedrohung, Glaubenskampf, Heimsuchungen und Franzosenzeit, aber auch Adels- und Bürgerstolz und jenen Glanz, den die kaiserliche oder herzogliche Hofhaltung hier hinterlassen hat. Welch ein Magnet war doch Graz für die oberitalienischen Baumeister und Stukkateure des 17. und 18. Jahrhunderts! Wie viele andere Städte, die in einer langen Geschichte organisch gewachsen sind, ist Graz ein Ausdruck baukünstlerischer Hochleistung, der allerdings des Monumentalen oder Triumphalen entbehrt. Die alten Gassen und Plätze, die sich um den Schloßberg und die Mur legten, sind zugleich Zeugen früher Verflechtung von