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Land und LeuteSei gegrüBt, der du in guter Absicht zu uns gekommen bist!" Dieser alte antiké Grundsatz hat bis heute über-dauert. Wie aber sieht das heutige Griechenland aus, wovon und wofür leben seine Bewohner? Worin hat sich die Lebensweise eines Volkes geándert, das seit Jahrtau-senden die gleiche Sprache spricht und das gleiche Gebiet bevölkert? Wie schmecken die Früchte der Ölbáume, die vor uralten Zeiten von den Nachkommen Agamemnons gepflanzt wurden? Wie schmeckt wohl in ihrem Schatten der nach Harz duftende Wein Retsina? Gastfreundschaft ist bei diesem Volk eine Selbstverstándlichkeit, und niemand darf es übelnehmen, wenn er mit einem Krug klaren kalten Wassers willkommen geheiBen wird. Wir befinden uns ja in einer Gegend, wo gerade Wasser im Sommer einen hohen Wert hat, auch wenn man dafür nicht bezahlen muB; genau so, wie vor vielen tausend Jahren.Ein Blick auf die Landkarte macht vieles klar. Die Lage, die in der Vergangenheit Griechenland eine aktive Rolle in der Geschichte des Mittelmeerraumes zuwies, hat dem Land auch den Stempel seiner Eroberer aufge-drückt. Alle hochentwickelten Zivilisationen habén hier ihre Waffenstárke ausprobiert. Und sie habén das Beste, das sie hatten, die Errungenschaften ihrer Kriegskunst wie auch ihrer Kultur und Kunst, zurückgelassen.Griechenland, ein Mittelmeerstaat, befindet sich auf der Balkanhalbinsel. Seine Fláche betrágt 131 944 km2, alsó etwas weniger als die Hálfte der Bundesrepublik Deutschland, wobei die Inseln (es gibt 437, davon 134 bewohnte) ein Fünftel der Gesamtfláche ausmachen. Die jetzige GröBe erreichte das Land in der Zeitspanne von 1831, nach dem Sturz der türkischen Vorherrschaft, bis 1947, als die Südlichen Spórádén, die bis dahin zu Italien gehörten, Griechenland zufielen.Das griechische Festland ist auBergewöhnlich reich gegliedert: Bucht an Bucht, Hafen an Hafen, dazwischen immer wieder Halbinseln. Zu den gröBten Buchten gehören der Golf von Patras, der Golf von Korinth und der Golf von Saloniki. Die gröBte Halbinsel ist der Peloponnes, der ein Fünftel des Landes bildet. DerIsthmus von Korinth, der ihn mit dem Festland verbin-det, ist 6,3 bis 16 km breit. Seit 1893 führt hier ein Kanal hindurch. Eine weitere Halbinsel ist Chalkidike, ein dreifingriger Ausláufer ins Meer bei Saloniki. An einem der Finger, der Halbinsel Akte, befindet sich der Mönchs-staat Athos, der eine autonome Stellung im Rahmen des griechischen Staates einnimmt. Die nördliche Grenze des griechischen Festlands, die an Albanien, Jugoslawien, Bulgarien und die Türkéi stöBt, miBt 1166 km. Die Meeresgrenze ist 15 000 km lang!Wer nicht wenigstens eine unserer Inseln besucht hat, ist nicht in Griechenland gewesen." Das ist einer der Sátze, den man oft aus dem Munde der Einheimischen hört; insbesondere von Angestellten im Fremdenverkehr. Wer allerdings die Inseln auch nur ein wenig kennt, muB ihnen recht geben. Auf den ersten Blick sehen sie alle ziemlich gleich aus felsig, mit weiBen Háusern, wenig Grün und einer Füllé von Denkmálern; manchmal ohne SüBwasser. Und dennoch ist jede anders; anders durch die Menschen, die aus den verschiedensten Völkern stammen, anders durch ihre Bráuche, Folklore und Musik. Kurzum jede hat ihr eigenes Kolorit.Am westlichsten liegt Kerkyra (Korfu), am südlichsten Kréta und am östlichsten Rhodos. Die gröBte Insel ist Kréta mit 8372 km2. Ihr folgt Euböa (3653 km2), die jedoch so nahe zum Festland liegt, daB sie mit ihm fast verschmolzen ist. Im Agáischen Meer liegt auBerdem noch die Inselgruppe der Kykladen, die aus 211 Inseln besteht und eine Fláche von 2649 km2 hat; Naxos, Ios, Mykonos, Thera und Delos gehören dazu. Die Nördli-chen und Südlichen Spórádén umfassen ungefáhr 130 Inseln mit einer Gesamtfláche von 3748 km2; die gröBten sind Lesbos (1750 km2) und Rhodos (1398 km2). Das westliche griechische, das Ionische Meer hat 40 Inseln und eine Fláche von 2260 km2.Vier Fünftel ist Bergland mit so berühmten Gebirgen wie dem Pindos, das nördlich mit dem Smolikas (2637 m) beginnt und im Süden mit dem sagenumwobenen ParnaB (2457 m) abschlieBt, wo einst Apollo, Gott des Lichtes und der Sonne, herrschte. Eine weitere, aus mythologi-