Bővebb ismertető
Einleitung Der Name Recsk war mir schon einmal in der Lebensbeschreibung des ungarischen Lutheraners András Keken (1909-1974) begegnet. Auch er wurde in dem berüchtigten Gebáude Andrássy út 60 verhört und in Kistarcsa interniert. Kurz vor seiner Entlassung im Október 1950 lief dort das Gerücht um, das Láger würde nach Recsk verlegt und das káme einem Todesurteil gleich. So war ich denn hellwach, als ungarische Freunde erzáhlten, dass einer ihrer Bekannten in Recsk interniert war; mehr noch: Er hatte ein Buch geschrieben - und wir wollten gemeinsam die Reste des Lagers von Recsk besuchen. Das geschah denn auch am 4. Mai 1996. Recsk liegt etwa 90 km nordöstlich von Budapest am Nordhang des Mátra-Gebirges; von dort aus sind es noch rund 30 km bis zur slowakischen Grenze. Wir fuhren dicht am Kékes vorbei, der mit 1015 m die höchste Erhebung des heutigen Ungarn ist, hindurch durch Luftkurorte, auch durch Bad Párád (Parád-fürdő). Danach folgte Recsk, und dort bogén wir nach Süden von der LandstraBe ab. Die nicht sonderlich ausgebaute StraBe, ein besserer Feldweg, führte máBig bergan. Der Weg war nicht unbeschildert, und irgendwann waren wir da, irgendwo auf einer geneigten Bergwiese. In der Náhe stand ein Haus, sonst aber kaum noch Spuren. Man hat das Láger námlich wieder verschwinden lassen, so als ob es nie existiert hatte. Überlebende habén jedoch eine Gedenkstátte eingerichtet. Auf der Erinnerungstafel steht: Auf diesem Gelánde bestand von 1950 bis 1953 das berüch tigte ZWANGSARBEITS-TODESLAGER des Staatssícherheitsamtes. Die untén aufgeführten Namen der Verstorbenen und Verschol lenen und die teilweise Namensliste der der RECSKER GESELLSCHAFT bekannten Überlebenden soll Zeugnis ablegen für die NACHWELT, für das GESCHICHTLICHE GEDENKEN. Wir treten vor das Denkmal und schauen nach Norden. Das Panorama ist wunderschön: Am FuBe des Berghangs liegt Recsk, dahinter Hügelland. Wenn die Wolken nicht so niedrig lágen, könnte man dort hinten vielleicht die Tatra erkennen. Schön ist das Panorama, und das ist auch den Internierten nicht entgangen, wie ich Spáter auf Seite 82 des Buches von Sándor Bíró lese. Was habén Menschen in so schöner Umgebung anderen Menschen angetan? Wir drehen uns um, studieren die Namen auf der Erinnerungstafel; sie sagen dem Unbetroffenen I wenig, doch habén die Budapester Freunde darauf Bekannte entdeckt. Hinter dem Denkmal steigt das Gelánde allmáhlich steiler werdend an. Vor dem Gipfel des Csákánykő mit seiner Felsenwand eine nicht zu übersehende riesige Mulde: Der Steinbruch, in dem die Internierten geschunden wurden. H. O.