Bővebb ismertető
VorwortDie iooo Jahre alte Saalestadt gehört zu den traditions-reichsten Großstädten der DDR. Ihre wechselvolle Ge-schichte wahrheitsgetreu nachzuzeichnen ist ein ebensoreizvolles wie verpflichtendes Unterfangen. Über Jahr-hunderte hinweg waren die Bürger Halles Objekte dervolksfeindlichen Politik macht- und besitzgieriger Feu-dalherren oder kapitalhöriger Kommunalbeamter, warensie mehr oder weniger hilfslos sowohl Seuchen undNaturkatastrophen als auch der immer wieder überdie Stadt hinwegrasenden Kriegsfurie ausgeliefert. Erstunter sozialistischen Bedingungen, wie sie sich nach derBefreiung des deutschen Volkes vom Hitlerfaschismusund der Gründung der DDR herausbildeten, können dieBewohner der Saalestadt ihre Geschichte im eigenenInteresse und zum Wohle des Volkes selbst gestalten.In wenig mehr als drei Jahrzehnten hat sich Halleunter der Führung der Arbeiterklasse und ihrer Parteizu einer sozialistischen Bezirksstadt entwickelt. Das neueStadtbild mit dem rekonstruierten Stadtkern, dem groß-artigen Panorama des Thälmannplatzes und dem farben-frohen Fußgängerboulevard sowie den allenthalben ent-stehenden modernen Wohngebieten ist ein tief beein-druckendes Ergebnis der unter Einsatz aller Kräfte ge-leisteten Aufbauarbeit der Werktätigen, noch bedeutungs-voller als diese schwer erkämpften Errungenschaftenaber ist die Wandlung der Menschen zu selbstbewußtenErbauern des Sozialismus. Das Ziel der weiteren gesell-schaftlichen Umgestaltungen einschließlich der wachsen-den Anforderungen an die Menschen, die diese Verände-rungen bewirken, wird durch die weitreichenden Be-schlüsse des IX. Parteitages der SED und das Programmder SED gewiesen, in der Deutschen DemokratischenRepublik weiterhin die entwickelte sozialistische Gesell-schaft zu gestalten und so grundlegende Voraussetzun-gen für den allmählichen Übergang zum Kommunismuszu schaffen.Die DDR ist das Werk von Generationen und Millio-nen, das Ergebnis des Kampfes der revolutionären deut-schen Arbeiterbewegung; in ihr leben die progressivenund revolutionären Traditionen des deutschen Volkesweiter. Damit erhalten auch die Traditionen Halles alsmittelalterliche Salz- und Handelsstadt, deren Verbin-dungen nach allen europäischen Ländern reichten, alsangesehene Universitäts- und Schulstadt, von der vorallem zur Zeit der Aufklärung eine besondere Ausstrah-lung auf die Länder Ost- und Südosteuropas ausging,und als industrielle Großstadt, die über wirtschaftlicheBeziehungen zu allen Teilen der Welt verfügte, unter denBedingungen der fortschreitenden sozialistischen öko-nomischen Integration eine neue historische Qualität.Den Blick hierfür wie auch für jene Traditionslinie zuöffnen, die von den Streiks der mittelalterlichen Salz-wirker über die Aktionen der Lanziers in der Revolu-tion 1848/49 bis zu den revolutionären Kämpfen derklassenbewußten Proletarier des 19. und 20. Jh. reicht,die der Stadt den Ehrennamen das rote Halle einbrach-ten, war eines der Anliegen der vorliegenden Publika-tion.Das Wissen um die Härte der Klassenauseinanderset-zung in der Novemberrevolution 1918/19 und den Mas-senkämpfen der revolutionären Nachkriegskrise, um dieBedeutung der Freundschaft mit dem Lande Lenins seitder Gründung des Sowjetstaates 1917, um die Größedes Kampfes der KPD und aller aufrechten Antifaschi-sten gegen Imperialismus und Faschismus, um das Wir-ken der Aktivisten der ersten Stunde und die vielfältigeHilfe der Kommunisten in der Uniform der sowjetischenBesatzungsmacht, die Kenntnis der unvermeidlichenSchwierigkeiten beim Übergang vom Kapitalismus zumSozialismus unter den Bedingungen der offenen Grenzeund der komplizierten Probleme bei der Gestaltung derentwickelten sozialistischen Gesellschaft sowie das Er-