Bővebb ismertető
Fenster sehen uns an. Leeres Geviert im mürben Mauerwerk jenes Hauses, das morgen wohl schon abgerissen wird: Wer hat gestern darin gewohnt? -Lange Balkonreihen, in deren Schatten die blanken Scheiben glänzen: Wer ist hinter den Fenstern zu Hause?Fenster sehen uns an. Sprache der Augen, sagen wir manchmal und meinen: Schon im wortlosen Blick kann ein Mensch uns näher kommen. Ist es auch mit den Fenstern so? Gleichen sie nicht Augen, die sich uns öffnen werden? - Die Augen einer Stadt? Noch ist diese Stadt uns fremd. Zum ersten Mal gehen wir durch ihre Straßen, ohne bestimmtes Ziel. Häuserwände säumen unseren Weg. Und über uns: die Fenster.Blicken wir hinein. Mit unseren Augen. Mit dem Auge der Kamera. An der Seite des Fotografen wollen wir in die Stadt hinein gehen. Sekunden ihres Alltags, flüchtige Augen-Blicke, hat der Fotograf mittels Objektiv und Linse, Brennweite und wohlberechneter Belichtungszeit auf den empfindlichen Film gebannt. Festgehalten für uns. Da wirkt Niegesehenes plötzlich, als hätten wir es schon seit langem gekannt; Vertrautes wiederum erscheint uns überraschend neu. Es mag nur das Licht sein, das auf die Dinge fällt, eine besondere Beleuchtung oder auch der Ausschnitt, den der Fotograf in einer Detailaufnahme wählte -die Stadt kommt uns in ihren Bildern näher; ihr Leben wird uns offenbar.Lebendige Augenblicke - die Fotografie rückt sie ins rechte Licht.Fenster sehen uns an. Dahinter lebt die Stadt. Sie wird sich uns öffnen.