Bővebb ismertető
Einleitung
In der Geschichte von Budapest spielten die am rechten Ufer der Donau, auf der Budaer Seite, entspringenden Thermalquellen schon immer eine bedeutende Rolle. Die Wahl der Ansiedlungsorte im Altertum, die Entwicklung des rituellen Bäderkults im Mittelalter und der mit der bewußten Kultivierung der Balneologie beginnende Bäderkult der Neuzeit beruhen auf der Heilkraft der am Ostrande der Budaer Berge hervorbrechenden Thermalquellen.
Die Bewohner dieser Gegend benutzen ihr Wasser schon seit Jahrhunderten. Neuerdings, seit etwa loo Jahren, werden die Quellen sogar künstlich, mit Hilfe von Tiefbohrungen erschlossen, um die ständig -wachsenden Ansprüche befriedigen zu können. Die Bäder von Budapest verdanken diesem Naturschatz ihre Existenz und ihren Ruf. Die erste bedeutende Epoche der bewußten Nutzung der Quellen geht auf den panno-nischen Zeitabschnitt der Römerherrschaft zurück. Damals entstanden in der Umgebung der Quellen die Zentren der Balneotherapie, wo bereits geschulte „Balneatoren" die Kranken behandelten. Der Ruf der Heilquellen drang offensichtlich rasch über die Grenzen der Provinz hinaus. Auch der aus dem Illyrischen stammende Name der römischen Grenzstadt Aquincum weist auf die „wasserreichen" Quellen hin. Eine Aufschrift aus der Zeit des Kaisers Claudius erwähnt obere und untere Thermalwässer: „aquae caUdae superiores et inferiores". Auch die Überreste der vom heutigen Római fürdő (Römerbad) nach Aquincum führenden Wasserleitung (Aquädukt) sind ein Beweis dafür, daß die Quellen schon zur Zeit der Römer intensiv genutzt wurden. Nach dem Zerfall des Römischen Imperiums, zur Zeit der Völkerwanderung, erlitt die Badekultur einen Rückschlag. Anonymus, ein mittelalterlicher ungarischer Chronist, führt an, daß die landnehmenden Magyaren über die Donau setzten und ihr I.ager sich bis zu den oberen Thermalwassern erstreckte. Zahlreiche Aufzeichnungen weisen auf die mittelalterlichen Bäder von Buda hin. Überliefert ist aus dieser Zeit der Name von Georgius Balneatores, der in der Umgebung der oberen Thermalwasser wohnte und seinen Namen (deutsch etwa Georg Bader) offensichtlich seiner Beschäftigung verdankte.
Zur Zeit der Türkenherrschaft erlebten die Budaer Heilquellen und -bäder ihre zweite große Blütezeit. Die Türken bauten zahlreiche „Ilidse". Außer den schriftlichen Aufzeichnungen sind von diesen Bädern auch Stiche und Zeichnungen erhalten geblieben,