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Heilbäder in Ungarn in alten Zeiten und heute [antikvár]

Dr. Mária Vida

 
Lectori salutem Die ungarische Medizingeschichte tilgt mit der Veröffentlichung dieses reichlich illustrierten und eine gründliche Übersicht gewáhrenden Bandes eine alte Schuld. Über die Geschichte des Badewesens in Ungarn ist bisher noch keine selbstándige Arbeit erschienen. Das Fachbuch Mineralwásser und Heilwásser (1977) ist das einzige, das gemeinsame Unternehmen der Fachleute der Balneologie. Darin lassen nach dem Medizinhistoriker auch der Hydrologe, der Geologe, der Mikrobiologe und selbstverstándlich auch der Arzt/Balneologe...
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Lectori salutem Die ungarische Medizingeschichte tilgt mit der Veröffentlichung dieses reichlich illustrierten und eine gründliche Übersicht gewáhrenden Bandes eine alte Schuld. Über die Geschichte des Badewesens in Ungarn ist bisher noch keine selbstándige Arbeit erschienen. Das Fachbuch Mineralwásser und Heilwásser (1977) ist das einzige, das gemeinsame Unternehmen der Fachleute der Balneologie. Darin lassen nach dem Medizinhistoriker auch der Hydrologe, der Geologe, der Mikrobiologe und selbstverstándlich auch der Arzt/Balneologe ihre Stimme hören. Es handelt in erster Reihe über die Nutzung der Quellen zur Trinkkur und die Technologie des Abfüllens. Der Mineralwasser- und Heilwasserschatz unseres Landes nimmt auch heute noch einen im WeltmaBstab vornehmen Platz auf seinem, nach dem Friedensvertrag von Trianon auf ein Drittel eingeschrumpften Gebiet ein. Es ist wahr, daB unsere berühmtesten altén Báder sich in den nördlichen (Oberungarn), östlichen (Siebenbürgen) und südlichen (Újvidék, Novi-Sad) und westlichen (Burgenland) Teilen des ehemaligen Ungarns, auBerhalb unserer gegenwártigen Landesgrenzen befinden. Zahlreiche neue Quellen und Thermalquellen wurden jedoch im Laufe der Suche nach Erdölquellen nach dem I. Weltkrieg innerhalb der Grenzen des heutigen Ungarns gefunden. Öl wurde zwar selten gefunden, doch anstatt seiner reines, gesundes Mineralwasser oder zur Heilung geeignetes Heilwásser. In der Einleitung zum im Rahmen des UNO/Ungarn Regionalprojekts geschriebenen Werkes schreibt der Autor, Dávid Grove, wie folgt: Unter fast dem Dreiviertelteil des Gebietes des Landes ist Thermalwasser zu finden... nur Wenige wissen, wie machtig die Thermalwasservorráte Ungarns sind. ... bis zu den letzten Jahrzehnten kannten selbst die Ungarn nicht die wahre GröBe der Vorráte". Beim Lesen dieses Bandes scheint es uns als ob der hervorragende Fachmann sich geirrt hátte. Bereits im Mittelalter waren uns unsere Quellen bekannt, in unseren Thermalwassern badeten sich unsere Vorfahren in weitem Umkreis. Nach den geographischen Gegebenheiten des altén Ungarns ist es klar, daB die balneo-klimatischen Bedingungen der Báder der Berglandschaften zum Zustandekommen eines Badelebens besser geeignet waren als die möglicherweise nicht weniger wertvollen Báder des heutigen Ungarns. Die die Bader in erster Reihe in Anspruch nehmenden oberen und mittleren Gesellschaftsschichten trugen alsó hauptsachlich zur Entwicklung der Báder in Oberungarn, Siebenbürgen, dem Banat, Kroatien, usw. bei. Daraus folgt, daB ein bedeutender Teil der geschriebenen, gedruckten und Objekt-Reliquien der ungarischen Balneologiegeschichte gerade aus diesen Gebieten stammt. Deshalb ist es unumgánglich, das Zeitalter bis zum II. Weltkrieg im Rahmen des historischen Ungarns zu beschreiben, dessen museale Reliquien sich gröBtenteils in den Sammlungen des Semmelweis Medizinhistorischen Museums, der Bibliothek und des Archivs desselben befinden. Das Museum zeigte die reiche Fachliteratur der Balneologie, die schönsten Badegláser und Münzen/Plaketten, die das Badeleben veranschaulichenden Bilder der Badeorte 1975 in einer selbstándigen Ausstellung, dann in der Nádasdy-Burg in Sárvár und in einer kleinen Kammerausstellung am alterwürdigsten Badeort Westungarns, Bad Balf. Die Badeorte Ungarns: Balatonfüred, Hévíz, Harkány, Párád nahmen ihren Aufschwung erst im 19. Jahrhundert als Zentren des regionalen Badelebens. Die verháltnismáBig spáte Entwicklung dieses Gebietes ist Folge der Türkenherrschaft zwischen 1541 und 1686. Diese regionalen Zentren wurden nach 1918 zu primáren Badeorten entwickelt und zwischen den zwei Weltkriegen konnte das Programm der Báderstadt Budapest auch unter den neuen geographischer Bedingungen verwirklicht werden. Das Heilbáderwesen stellt das Baden einesteils in den Dienst der Körperwásche und Kráftigung, anderenteils in jenen der Heilung. AuBer der physikalischen Wirkung des Wassers wird auch die chemische Wirkung der im Wasser gelösten Substanzen zur Heilung zahlreicher Krankheiten benutzt. Die Heilwásser üben durch Reizung der Haut, durch Ánderung der chemischen Zusammensetzung der Haut und durch Absorbieren auf dem Atmungswege eine Wirkung auf den Orga-

Termékadatok

Cím: Heilbäder in Ungarn in alten Zeiten und heute [antikvár]
Szerző: Dr. Mária Vida
Kiadó: Semmelweis Kiadó és Média Kft.
Kötés: Fűzött keménykötés
ISBN: 9638154195
Méret: 240 mm x 290 mm
Dr. Mária Vida művei
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