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I. Leben ohne Hoffnung?
Seit es Menschen gibt,^erden sie von der Frage nach der Zukunft umgetrieben. Unser menschliches Leben i^ in seiner Tiefe auf Hoffnung angelegt. Kein Mensch kann leben, ohne zu hoffen, ohne seine Sehnsüchte auf ein Ziel zu richten, das vor ihm liegt. Dum spiro spero, solange ich atme, hoffe ich, - dieses Wortspiel geht auf die alten Römer zurück. Denn ohne Hoffnung ist das Leben nicht mehr lebenswert. »Was der Sauerstoff für die Lunge, das bedeutet die Hoffnung für die menschliche Existenz. Nimm den Sauerstoff weg, so tritt der Tod durch Ersticken ein. Nimm die Hoffnung weg, so kommt die Atemnot über den Menschen, die Verzweiflung heißt, die Lähmung der seelisch-geistigen Spannkraft durch ein Gefühl der Nichtigkeit, der Sinnlosigkeit des Lebens. Der Vorrat an Sauerstoff entscheidet über das Schicksal der Organismen, der Vorrat an Hoffnung entscheidet über das Schicksal der Menschheit Hoffnung ist Gegenwärtigkeit des Zukünftigen Hoffnung ist die positive, Angst die negative Weise der Erwartung des Zukünftigen« (Emil Brunner).
In der Tat, leben zu müssen, ohne eine Hoffnung zu haben, ist eine namenlose Qual. Wir
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