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vorwort
Die Persönlichkeit eines bedeutenden Menschen bekommt Konturen, wenn man sich aus den verschiedensten Perspektiven mit seinem Leben und seinem Werk auseinandersetzt. Teil um Teil fügt sich zusammen zu einem Mosaik, das uns dann jene Ausstrahlung vermittelt, die über die Grenzen, die das Leben setzt, hinauswirkt. Im Jahre 1993 wurde in verschiedenen Veranstaltungen des 110. Geburtstages und des 60. Todestages der ersten christlichsozialen Abgeordneten in der Ersten Republik Österreichs und der Gründerin der Schwesterngemeinschaft Caritas Socialis, Hildegard Burjan, gedacht. Beginnend an ihrem Geburtstag, am 30. Jänner, bis zur Gedenktafelenthüllung an ihrem Wohnhaus in Wien 13, Larochegasse 35, am 1. Oktober 1993 wurde versucht, in Radio- und Fernsehbeiträgen, in einem Symposion und u. a. auch durch eine Vortragsreihe ein Bild von dieser bedeutenden Frau entstehen zu lassen. Ein Jahr später, 1994, feierte das von Hildegard Burjan hinterlassene Lebenswerk, die Caritas Socialis, ihr 75jähriges Bestehen. Neben dem festlichen Gedenken ging es dabei auch um Perspektiven der künftigen sozialen Arbeit und die heute zu setzenden Schwerpunkte. Die Beiträge dieser Veranstaltungen wurden nun als Dokumentation zusammengefaßt. Es ist der Versuch, ein Mosaik entstehen zu lassen, das dem Leser etwas von der Strahlkraft dieser Frau vermitteln soll. Es soll damit auch an ihr Vermächtnis erinnert werden, das sich nicht nur an ihre Schwesterngemeinschaft, sondern an jeden einzelnen von uns richtet, den die Not des Mitmenschen nicht gleichgültig läßt: die Liebe Gottes durch die soziale Tat zu verkünden. Auf welche vielfältige Weise dies geschehen kann, lebte uns Hildegard Burjan vor.
Wien, im April 1995
Ingeborg Schödl
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