kategória
szerző
cím
sorozat
kiadó
ISBN
évszám
ár
-
leírás
Előrendelhető
A mezők bármelyike illeszkedjen
A mezők mind illeszkedjen

 
K^ráhen gibt es auch in Európa: In Indien jedoch gewannen sie für mich Bedeutung mit dem ersten Morgen, L als mich ihr Kráh, Kráh, Kráh" aufweckte, ein Schrei, der mich durch all die Jahre begleitete. Ich schlieCe die Augen und höre sie kráchzen - und bin in Indien. Auf einzigartige Weise'ist in Indien alles existentiell. Kráchzende Krahen, die sich um die Abfálle der Menschen streiten, kreisende Milane, deren stumme Schatten auf jasminweiBe Kuppeln muslimischer Mausoleen fallen, nackthalsige Aasgeier, die bösáugig auf den Báumen...
online ár: Webáruházunkban a termékek mellett feltüntetett fekete színű online ár csak internetes megrendelés esetén érvényes.
4940 Ft
Szállítás: 3-7 munkanap
Részletesen erről a termékről
Bővebb ismertető
K^ráhen gibt es auch in Európa: In Indien jedoch gewannen sie für mich Bedeutung mit dem ersten Morgen, L als mich ihr Kráh, Kráh, Kráh" aufweckte, ein Schrei, der mich durch all die Jahre begleitete. Ich schlieCe die Augen und höre sie kráchzen - und bin in Indien. Auf einzigartige Weise'ist in Indien alles existentiell. Kráchzende Krahen, die sich um die Abfálle der Menschen streiten, kreisende Milane, deren stumme Schatten auf jasminweiBe Kuppeln muslimischer Mausoleen fallen, nackthalsige Aasgeier, die bösáugig auf den Báumen der LandstraBen hocken und geduldig auf den náchsten Unfall warten: Immerfort werden wir an Verfall, Verwesung, Vergánglichkeit erinnert. Welches andere Land brennt uns Bilder ins Gedáchtnis von solcher Eindringlichkeit und Intensitát? Immer gegenwártig ist der Tod, das Verenden. In Indien fangen wir an, den Sinn der Symbole und Gleichnisse wieder zu entdecken, ein Verstándnis, das bei uns lángst verschüttet ist, indes die Inder es bis heute bewahren. Indien ist das Land der Extrémé, der krassen Widersprüche, der unendlichen Gegensátze. Wir mögen es lieben oder ablehnen, schön oder erschreckend finden - oder alles in einem - gleichgültig láBt es uns nimmer und zwingt uns, unsere Gefühle zu prüfen. Seine konstitutiven Elemente sind Religion und Masse: Wir werden nie aus dem BewuBtsein der menschlichen Hinfálligkeit entlassen, und wir entkommen keinesfalls der Masse. Der Inder lebt in der Masse, liebt sie und leidet zuweilen an ihr. Überall, zu jeder Tagesstunde, stehen die Inder in Gruppén und Trauben, beim Paanwallah (dem Verkáufer von Paan, gewissermaBen das indische Kaugummi), vor der Softdrinkbude, am Brunnen, im Schatten eines Baumes, und reden und reden. Sie reden auch, wenn sie ihre Notdurft verrichten, für Hunderte Millionen ist das keine priváté Angelegenheit, in kleinen Gruppén, nach Geschlechtern getrennt, hocken sie in Wiesen und Feldern. Der Inder arbeitet in der Menge, selten sehen wir ihn alléin oder zu zweit, etwa als pflügende Bauern. Die meisten benützen dieselben Geráte wie ihre Vorfahren vor Hunderten von Jahren. Ein Bild, das so alltáglich ist wie die Krahen: Acht Mánner und fünf Frauen bewegen eine schwere, drei Meter hohe Kabeltrommel, die Mánner schieben von hinten, die Frauen ziehen von vorn an einem dicken Hanfseil; aber die Trommel droht wie der Fels des Sysyphos zurückzurollen. Sie atmen schwer, naB vorn SchweiB, halbnackt die Mánner, die Frauen, mit ihren vom Schleier fast verhüllten Gesichtern, tragen zerschlissene Gewánder in flammenden Farben. Auf jeder Baustelle wimmelt es von Frauen, Mánnern und ihren spielenden Kindern. Sie schleppen Sand in Körben, Steine, Zement, Ziegel, Eisen auf den Köpfen oder Schultern, reichen die Lasten auf wackeligen Holzgerüsten von Sprosse zu Sprosse. In der Erntezeit sind Felder und LandstraBen voll mit Menschen, zu FuB, Karren schiebend; gelegentlich ein Radfahrer, lange Reihen von Ochsenkarren, kurz und hoch, mit zwei gewaltigen knarrenden Holzrádern. Vorn trottet ein kleines, knochiges Rinderpaar, auf der schweren Deichsel hockt der Bauer, um den Kopf ein buntes Tuch oder einen Turbán gewickelt, sein von der Sonne dunkel gebranntes Gesicht drückt unerschütterliche Geduld und uralte Trauer aus. Scharf geschnitten und asketisch rein sind diese Gesichter, im Gegensatz zu den oft schwammigen der wohlgenáhrten stádtischen Mittelklasse. Am eindringlichsten verdichtet sich Indien dort, wo sich Religion und Masse verbinden. Erlösung wird wahrlich dem zuteil, der ein Bad nimmt oder Almosén gibt - in Kurukshetra zur Zeit der Sonnenfinsternis." Von vielen Erlebnissen mit religiös gestimmten Massen erinnere ich mich an den Tag in Kurukshetra vor ein paar Jahren besonders lebhaft, weil er in einzigartiger Weise Aspekte indischer Religiositát und indischer Masse verband - nirgendwo sonst auf Érden wáre dergleichen denkbar. Jenes Zitát stammt aus einer heiligen Schrift, der Matsya Purana", geschrieben in legendárer Zeit. Es war auf Plakaten zu lesen, die zum Kurukshetra-Sonnenfinsternis-Jahrmarkt" einluden. Die Zeit der Eklipse war genau vermerkt: Samstag, der 16. Február, von 2.37 Uhr bis 4.49 Uhr. Den genauen Zeitraum zu wissen ist wichtig, denn wáhrenddessen muB der Pilger eine Reihe ritueller Vorschriften erfüllen. Warum aber Kurukshetra, so fragt der Fremde? Nun, Kurukshetra, dieses unscheinbare Stádtchen in der Aachen Gangesebene, drei Autostunden nördlich von Delhi, ist gleichsam die Wurzel der Hindugeschichte und Hindukultur, tief vergraben in der Legende. Wie stark in Indien Mythos und Legende noch leben, bringen uns

Termékadatok

Cím: Indien [antikvár]
Szerző: Thomas Ross
Kiadó: Keysersche Verlagsbuchhandlung GmbH
Kötés: Vászon
ISBN: 3874052001
Méret: 230 mm x 310 mm
Thomas Ross művei
Bolti készlet  
Vélemény:
Minden jog fenntartva © 1999-2019 Líra Könyv Zrt.
A weblapon található információk közzétételéhez, másolásához a működtetők írásbeli beleegyezése szükséges.
Powered by ERBA 96. Minden jog fenntartva.
mobil nézet