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EINE BRÜCKE ZWISCHEN ANTIKE UND MODERNEvon AMOTZ ASA-ELW.\HREND DER MODERNE Staat Israel erst 50 Jahre alt ist, weist das Heilige Land eine der ereignisreichsten und ältesten Geschichten der Menschheit auf. Drei Jahrtausende sind nunmehr vergangen, seit ein Dutzend Kundschafter, die von den Israeliten nach deren Auszug aus Ägypten nach Kanaan gesandt worden waren, mit widersprüchlichen Berichten über das verheißene Land zurückkehrte (Numeri 13,27-33). Die einen meinten, das Land könne erobert werden. Die anderen behaupteten, daß es seine Bewohner auffrißt {Numeri 13,32). Alle zwölf Kundschafter stimmten jedoch darin überein, daß sie ein Land gesehen hatten, in dem Milch und Honig fließen {Numeri 13,27). Das war nun also das Land, das Gott den Israeliten versprochen hatte, das Gelobte Land. Es sollte ihnen gehören, solange sie sich an ihren Bund mit dem Herrn hielten.Seit jenen Tagen haben die unterschiedlichen Landschaftsformen und starken Widersprüche dieses kleinen, faszinierenden Landes die Phantasie von Generationen von FLntdeckern, Eroberern und Pilgern angeregt, und dasmit einer bis heute nicht nachlassenden Intensität. Dieses an der Schnittstelle dreier Kontinente gelegene Gebiet wurde durch Ki-iege verwüstet, bald zu einem geschäftigen VVirtschaftszentrum ausgebaut. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts stand Palästina erneut kurz \'or dem Ruin. Erst im folgenden Jahrhundert begann ftir die Region eine unerwartete Ära des Aufstiegs und der Größe.Zentrum oder Randerscheinung?Das biblische Kanaan lag in der Mitte des Fruchtbaren Halbmondes, der seine beiden Endpole in Ägypten und Babylonien hatte, und war somit dem beständigen Schieben und Ziehen der gewaltigen Zivilisationen im Süden und Norden ausgesetzt. Zwischen den beiden Polen herrschte von jeher ein reger Austausch auf stark frequentierten Handelsrouten. Selbst die biblischen Patriarchen folgten der Überlieferung nach einer solchen Verbindungssrral?e. Ausgangspunkt war Mesopotamien. Von dort aus zog Abraham auf seiner Suche nach Gott nach Kanaan und weiter