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Werner Danielsmeyer zum GedáchtnisAm 31. Október 1985 verstarb in Bielefeld im Altér von 74 Jahren das langjáhrige Vorstandsmitglied unseres Vereins, Herr Vizeprásident i. R. Dr. theol. Werner Danielsmeyer, Vorsitzender der Kommission zur Erforschung des Kirchenkampfs in Westfalen.Mit einem Gottesdienst in der Altstádter Nicolaikirche und einem anschlieBenden Trauerempfang hat die Evangelische Kirche von Westfalen am 6. November 1985 in Bielefeld von Werner Danielsmeyer Abschied genommen. Auf dem Hauptfriedhof in Iserlohn wurde er, dem Wunsche seiner Famile entsprechend, am folgenden Tage von Angehö-rigen, Freunden und Mitarbeitern zu Grabe geleitet.Mit bewegenden Worten habén der Práses der Evangelischen Kirche von Westfalen und sein Vorvorgánger im Amt das treue und gradlinige Wirken des Verstorbenen vor den Stationen seines Lebenweges vom Pfarrer der Industriegemeinde Dortmund-Marten zum Vizeprásiden-ten des Landeskirchenamtes in Bielefeld nachgezeichnet: einen mit Beharrlichkeit und Überzeugungstreue wahrgenommenen Dienst als Pfarrer, als Synodaler, als Ephorus des Soester Predigerseminars, als Mitglied der Kirchenleitung und des Landeskirchenamtes in einem auf allén Ebenen ausschlieBlich der Predigt des Evangeliums als Grund und Mitte verpflichteten Verstándnis. Auf diesem Wege und in diesem Grundverstándnis ist Werner Danielsmeyer zu einem Vordenker und Lehrer seiner Kirche geworden.Was er über seinen lebenslangen Dienst in der westfálischen Heimat-kirche hinausreichend durch seine Amter und Aufgaben in der Evangelischen Kirche in Deutschland, der Evangelischen Kirche der Union, der Arnoldshainer Konferenz und der Evangelischen Studiengemein-schaft, was er durch die besondere Pflege der Kontakté zu den Kirchen in der DDR und sein Engagement im interkonfessionellen Dialóg zu wirken und zu bewirken vermocht hat, habén verehrungsvolle und dankerfüllte Nachrufe aus vielen Bereichen des Protestantismus und der katholischen Kirche noch einmal deutlich werden lassen. Hier wie dort wurden die vertrauensstiftende VerláBlichkeit und die verstánd-nisvolle Güte seiner Persönlichkeit als besonders glaubwürdige Begeg-nungsebenen auf- und angenommen.Auch die Freunde der Westfálischen Kirchengeschichte habén AnlaB, des Verstorbenen, der sich stets als einer der Ihren verstanden hat, in Dankbarkeit und Verehrung zu gedenken.Betrachtet man seine Lebensarbeit in ihrer auBerordentlichen Breite und Vielgestaltigkeit, von der kaum ein Feld kirchlichen Lebens, Lehrens und Handelns ausgenommen geblieben ist, so falit auf, daB darin die Kirchengeschichte einen betráchtlichen Raum eingenommen hat.