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EINFUHRUNG
TT * " m die Kultur des japanischen Volkes in all ihren vielfältigen Aspekten zu ver-I stehen», schreibt Dr. Daisetz Suzuki, ihr bester Interpret, «ist es unerläßlich, den
^^^^ Geheimnissen des Zen-Buddhismus nachzuspüren. Ohne einiges darüber zu -wissen, ist der japanische Volkscharakter nur schwer zu verstehen.» Die gleiche Beziehung zwischen Kultur und überkommener Religion besteht bis zu einem gewissen Grad in jeder Nation; aber der Zen-Buddhismus, der im dreizehnten Jahrhundert vom chinesischen Festland übers Meer kam, wurde in Japan in einem ganz besonderen Sinn zu einer Religion der Schönheit.
Auch in anderen Kulturen, zum Beispiel im Griechenland der Antike, war Schönheit mit der Religion verbunden. Sogar der Christ spricht von einer
und des gekleidet, das sind Rätsel und philosophische Fragen, die oft von einer heftigen Gebärde begleitet werden. Ähnlich hat Christus seine Lehre in einfachen Gleichnissen dargelegt. Von und war es nur ein Schritt bis zum Haiku, der typischen Form japanischer Lyrik, welches von dem Zen-Meister Basho (1643-1694) erfunden worden sein soll. In Japan sind alle Künste - Malerei, Architektur, Gartengestaltung sowie die spezifisch japanischen wie Teezeremonie und Blumenarrangement - durchtränkt vom Geist des Zen, worin ihre besonderen ästhetischen Qualitäten begründet sind.