Bővebb ismertető
VorwortJerusalem, die Heilige Stadt, nimmt in den Herzen vieler Menschen in der ganzen Welt einen besonderen Platz ein. Was hier geschah, ebnete der westlichen Zivilisation den Weg, und hier wurde dem monotheistischen Glauben der Grund gelegt im Judaismus, im Christentum und im Islam.Die Stadt des kriegerisch-poetischen Königs David, des weisen Königs Salomo, der Propheten, der Makkabäet, Johannes des Täufers und Jesu scheint oft mehr ein religiöses Symbol zu sein als ein Ort, wo seit Jahrhunderten Menschen gelebt und gewirkt haben. Der Gebetsgruß "Nächstes Jahr in Jerusalem!", der Jahr für Jahr wiederholt wird, ist im Bewußtsein der Juden fest verankert. Die Kreuzfahrer, die sich wohl nur des biblischen Bildes dieser Stadt bewußt waren, versuchten sie sogar so einzunehmen, wie Josua es mit Jericho getan hatte: sie marschierten siebenmal um die Stadtmauern und bliesen in ihre Trompeten . . .Es fällt nicht leicht, sich Jerusalem lediglich als Stadt der Gegenwart vorzustellen. Auch der nicht mystisch veranlagte Besucher wird sich des einzigartigen Gefühls nicht erwehren können, das ihn erfaßt, wenn er über die judäischen Hügel blickt oder durch die engen, geschichtsträchtigen Gassen der Altstadt schlendert.Vor 4000 Jahren war Jerusalem das unbedeutende kanaanitische Königreich Iru-Shalim, was wohl bedeutete: "Gegründet von (dem Gott) Shalim". Es lag auf den Hügeln und Bergausläufern südlich der heutigen Altstadt, zwischen dem Kidrontal im Osten und einer Bergspalte im Westen. Hier war die Stadt zwar recht geschützt, aber die Entwicklungsbedingungen waren nicht gerade günstig: das Land war steinig, es gab nur wenige Quellen und fast keinen Regen. Die Stadt begann erst zu blühen, als sie vor 3000 Jahren von David zur Hauptstadt des jüdischen Königreiches erhoben wurde. Sein Sohn Salomo baute den Ersten Tempel und machte Jerusalem dadurch zu einem wichtigen religiösen und politischen Zentrum eines Königreiches, dessen Machteinfluß in der Folgezeit nicht zu unterschätzen war. Durch die Propheten Jesaja und Jeremia wurde Jerusalem dann auch zur moralischen und geistlichen "Hauptstadt" der westlichen Welt.Jerusalems Geschichte ist genauestens dokumentiert: der Bau des Salomonischen Tempels und des Palastes sind in 1. Könige 6-7 und 2. Chronik 3-4 ausführlich beschrieben. Nach der Rückkehr aus der Babylonischen Gefangenschaft machte sich Nehemia an den Wiederaufbau des verwüsteten Bauwerks. Nach der Zerstörung des Zweiten Tempels im Jahre 70 n.Chr. festigte der jüdische Historiker Josephus Flavius eine genaue Beschreibung des Tempelberges, der Oberstadt und des königlichen Palastes.Nachdem Konstantin das Christentum zur offiziellen Religion des Römischen Reiches erhoben hatte, wurde Jerusalem zum erklärten Ziel aller christlichen Pilger. Man fand das Reisetagebuch eines unbekannten Pilgers, der im Jahre 333 n.Chr. von Bordeaux nach Jerusalem gereist war; und danach wurde Literatur dieser Art immer populärer. Auch bekannte Persönlichkeiten der Geschichte trugen -in ihren Beschreibungen der Heiligen Stadt - Informationen von unschätzbarem Wert zusammen: Theodosius und Antonius im 6. Jahrhundert, Arculfus im 8. Jahrhundert, Felix Fabri im 15. Jahrhundert und Quaresmius im 17. Jahrhundert.Heute ist Jerusalem nicht nur der Konzentrationspunkt der Geschichte des Nahen Ostens und der westlichen Welt, diese Stadt ist für Juden, Christen und Moslems auch zum Inbegriff ihres Glaubens, zum Ziel ihrer Pilgerfahrten und zum Symbol geistiger Glorie geworden. Gleichzeitig ist Jerusalem aber eine ganz "normale" Stadt, lebendig, fortschrittlich, modern. Wir werden ihre Vergangenheit und ihre Gegenwart in Betracht ziehen müssen, wenn wir über die Zukunft dieser Stadt nachdenken.