Bővebb ismertető
Ein paar Acker Schnee erobern das 20. Jahrhundert Lassen Sie mich von einem fernen Land erzählen, das wie kein zweites die Phantasie und die Träume vieler Menschen nicht nur in Europa beflügelt hat. Ein Hauch von Freiheit und Abenteuer weht auch heute noch von ihm zu uns her, gegründet auf historische Legende, genährt von der Phantasie, erlebnisreich beschrieben in den literarischen Werken jener Zeitgenossen, die dem Goldrausch des Klondike, dem Reiz neuer Entdeckungen oder schlicht dem Zauber dieses wilden weiten Landes erlegen waren, der zeitlos zu sein scheint.Kanada ist in jeder Hinsicht ein erstaunliches Land. Schon seine Größe erreicht unglaubliche Dimensionen. A mari usque ad mare, von Meer zu Meer, heißt es im kanadischen Wappenspruch, womit die Ausdehnung des Landes von Ost nach West bezeichnet wird. Kanada erstreckt sich von der Dünung des Atlantik, die den Leuchtturm vor Labrador umspült, mehr als 8000 km westwärts bis zu den weißen Wellenkämmen des Pazifik vor Queen Charlotte Islands-von der Nordgrenze der USA am 49. Breitengrad und dem Gebiet der Großen Seen reichlich 4500 km nordwärts bis zu den lebensfeindlichen Archipelen im arktischen Eismeer. Von drei Meeren umgeben, hat Kanada die längste Küste der Welt. Dieses riesige Staatsgebiet wird in sieben Zeitzonen eingeteilt, und wenn die Westkanadier am Yukon Mitternacht zu Bett gehen, klingelt für die Neufundländer an der Atlantikküste bereits der Morgenwecker. Alles in diesem Land ist groß, weit und einfach.Wer wie ich das Glück hatte, im Laufe von zwei Jahren mit dem Auto viele Monate lang über Kanadas breite Highways, über zahllose Trails und einsame Staubpisten zu reisen, darf wohl behaupten, einige Steinchen im bunten Mosaik dieses Riesenlandes zu kennen. Niemand jedoch hat Kanada in seiner Gesamtheit gesehen. Kanada, das nach der Sowjetunion zweitgrößte Land der Erde. Ein Staat, in dem ganz Europa von Gibraltar bis zum Ural Platz fände: Zehn Millionen Quadratkilometer. Ein Land dieser Größe hat viele Gesichter.Poetisch ausgedrückt, könnte man sagen, Kanada bestehe aus mehreren Unendlichkeiten. Aus der grünen Unendlichkeit seiner riesigen Laub- und Nadelwälder, die nahezu ein Drittel seiner Gesamtfläche bedecken. Unterbrochen durch die gelbe Unendlichkeit der Prärien Zentralkanadas mit wogenden Weizenfeldern, die nördlich im Yukon und den North West Territories in jene weiße Unendlichkeit der subarktischen und arktischen Gebiete übergeht, die fast bis zum Nordpol reicht. Dazwischen erstreckt sich noch die blaue Unendlichkeit einer kaum vorstellbaren Wasserfläche von nahezu drei Millionen Binnenseen von insgesamt 755165 km2, in deren größte-den Großen Bärensee, den Großen Sklavensee und den Winnipegsee - Staaten wie Belgien, die DDR oder Ungarn mühelos hineinpassen würden. Hinzu kommt das bedeutende, heute auch verkehrstechnisch miteinander verbundene Binnenmeersystem der fünf Großen Seen, von denen Erie-, Huron-, Ontario- und Oberer See sowohl zu Kanada als auch zu den USA gehören, während der Michigansee vollständig auf amerikanischem Gebiet liegt. Zusammen mit dem Bassin der Großen Seen verfügt Kanada über ein gewaltiges Wasserreservoir. Es beherbergt etwa ein Viertel der Süßwasservorräte der Erde.Als ich erstmals im Begriff stand, für längere Zeit nach Kanada aufzubrechen, bereitete mir die Frage nach geeigneter Kleidung und Ausrüstung einige Verlegenheit. Kana-