Bővebb ismertető
Um die A fitté des vorigen Jahrhunderts, als die Dampfkraft ihren Siegeszug auf dem europáischen Kontinent antrat, erhielt Chemnitz den schmeichelhaft gemeinten Beinamen sáchsisches Manchester. Die Stadt der Fabriken und Maschinen, der Arbeit und des Proletariats trug alle Merkmale einer aufstrebenden Industriemetropole. Freundlicher klingt ihr zweiter Beiname, den sie auf Grund ihrer topographischen Lage erhielt: Tor zum silbernen Erzgebirge. Die Erzgebirgler, die aus den Dörfern der waldreichen Umgebung in die Fabrikstadt zur Arbeit kamen, drückten sich beim Anbiick der rauchspeienden Schlote prosaischer aus, nannten sie RuBchamntz - RuBchemnitz. Vom Altén blieben nur wenige steinerne Zeugen erhalten, ergánzt durch Dokumente im Stadtarchiv und Ausstellungsstücke im SchloBbergmuseum. Der Name eines Vorortes, lángst eingemeindet, erinnert daran und der eines kleinen FlüBchens, das von Süd nach Nord die Stadt durchflieBt. AnláBlich des 135. Geburtstages von Kari Marx erhielt die Stadt am 10. Mai 1953 in einem feierlichen Staatsakt ihren neuen, ehrenvollen Namen. Damit wurden die revolutionáren Traditionen, der Kampf der Chemnitzer Arbeiterklasse auf besondere Weise gewürdigt. Der Metropole der Textilindustrie unserer Republik, der Stadt des Textil-, Werkzeug- und Büromaschinenbaus, der Forschung und der Lehre war damit ihr weiterer Weg in die sozialistische Zukunft gewiesen. Wer heute nach Kari-Marx-Stadt kommt, sieht auf den ersten Blick, was ihre Bewohner in knapp drei Jahrzehnten geschaffen habén. Er begreift, wie berechtigt der Stolz der KarlMarx-Stádter Bürger auf ihre Leistungen ist. Der Hauptbahnhof zum Beispiel, in dem táglich 80000 bis 90000 Menschen ankommen oder abreisen, gestern noch ruBgeschwárzt und háBlich wie die meisten Bauwerke aus den Gründerjahren der Eisenbahn, wurde in mehrjáhriger Arbeit zweckmáBig restauriert und modernisiert. Der Omnibusbahnhof, zweihundert Schritte davon entfernt, kann sich ebenfalls sehen lassen. Mit seinem Riesendach über den Schalter- und Warteráumen, das mit Stahltrossen an Betonpfeilern aufgehángt ist, und den raupenförmigen Plastschalen über den Haltebuchten záhlt er zu den modernsten Nahverkehrseinrichtungen der Republik. Ein iüstig plátschernder Brunnen mit Kippschalen verkürzt den Reisenden die Wartezeit, fáchelt ihnen an den heiBen Sommertagen erfrischende Kühle zu. Wer es so eilig nicht hat, setzt sich vielleicht auf dem Schillerplatz ein Stündchen in die Sonne oder lenkt die Schritte zu einem Einkaufsbummel stadtwárts. Bequemer noch und informativer kann eine Stadtrundfahrt sein. Zwischen Omnibusbahnhof und Rathaus verláuft die StraBe der Nationen, die HauptgescháftsstraBe der Stadt. Hier noch von den Monumentalbauten der Vergangenheit gesáumt: einem Kaufhaus, dem Bahnpost-, Zoli- und Telegrafenamt und der Technischen Hochschule, die immerhin auf eine mehr als