Bővebb ismertető
Die Architektur einer Stadt ist einem Gebirge vergleichbar. Abgesehen von rein äußeren Dingen, die dazu anregen: Gleichartigkeit der Baustoffe, Entsprechungen im allgemeinen Erscheinimgsbild und in den Bezeichnungen, liegt das fruchtbare Vergleichsmoment in einer tieferen Schichte, der des inneren Gefüges beider Komplexe, ihrer Entstehung und der Möglichkeit, aus dem gegenwärtigen Lagerungsaufbau, Wesensmerkmale und Reihenfolge der einzelnen Entwicklungsstufen zu erschließen.Denn, wie es möglich ist, auf Grund der heute zu Tage liegenden, geschichteten Struktur der Erdrinde den gewaltigen erdgeschichtlichen Entstehungsprozeß zu rekonstruieren, so läßt sich in ähnlicher Weise das architektonische Werden einer Stadt und damitfei in Grundzügen ihre Geschichte xmd ihr Wesen an ihrem derzeitigen Erscheinimgsbild ablesen. Denn die steingewordene, gleichsam in f Schichten abgelagerte Geschichte einer Stadt ist ihre Architektur. Im Nachfolgenden soll versucht werden, die Kirchen Salzburgs in |' einer der Geologie ähnlichen Methode zu betrachten, d. h. ohne spezifisch-historische Belastimg, mehr aus dem gegebenen Bestand, i wie er dem schauwilligen Auge sich darbietet. Gerade in Salzburg, wo Architektur und Fels, Menschenwerk und Natur auf das innigste miteinander verbunden und verflochten sind, drängt sich solche ; Betrachtungsweise auf. Man denke an manche Gassen der Stadt, deren Häuserzeilen förmlich an den Felsen geklebt erscheinen, oder i' an die Großbauten der Stadt, die Stein vom Stein des Felsens sind, oder aus neuester Zeit, an den Bühnenbau des Festspielhauses, dem durch seinen Architekten bewußt die Form eines aus dem Berg vorspringenden Felsblockes gegeben wurde. Man denke an die Felsenreitschule, in der die Bogengänge wirklich aus dem Felsenleib . herausgeschnitten wurden, vor allem aber an die unvergleichliche i. Bekrönimg der Stadt, die Hohensalzburg, die aus dem Felsen heraus- j' wächst, wie ein Kristall aus seinem Muttergestein. 'Im B augefüge der Stadt aber stellen die Kirchen gleichsam die( ^Kristalle imd Edelsteine dar. Ihre in vieler Hinsicht ausgezeichnete< jStellung im Ganzen der Stadt rechtfertigt ein Herauslösen und ein gesondertes Betrachten, handelt es sich doch bei den Kirchen Salz-