Bővebb ismertető
Kirchen der Pfarrei KISSLEGG IM ALLGÁUKirchenpatrone: St. Gallus und Ulrich Diözese Rottenburg-StuttgartDekanat WangenAus der Geschichte. Es war nicht das schlechteste Fleckchen Erde, das sich der Priester und Missionar Ratpot ausgesucht hat, um dort in der zweiten Hálfte des 8. Jahrhunderts seine Zelle zu errichten. Die Schönheit der Landschaft kommt in einem Gedicht von Ludwig Kramer in der heimatlichen Mundart zum Ausdruck:Als dr Hab Herrgott hot eisr Hőimet g'machet, Do hot er sicherle sealber g'lachet; De teuerst Farb ist'm grad guet gnua gwáa, Wo er hot ihr da ersta Anstrich gea! -Sei grü's Háfele ist'm dabei no überloffa Und hot drmit grad eisr Aligáu troffa! Drno hot'r g'seah us Himmeishöh: Blau brauch i jetzt no für da Bodasee Und für dia Wássaria in des grüne Land. Das so schá leit am Aiparand! -A Gongsfeadr hot er noch ganz fei g'spitzt Hot dia Báchla in dia Landschaft g'ritzt; Doch wo er ist an dArga kommá, Hot'm dia z'viel Farb wegg'nomma! Fest eidunkt hot'r no, der guet Ma, No fieiet ihm a paar so Dolka na! ,,Dia Iont mr grad", hot er se denkt. So hot er de Kissieger d'Seea g'schenkt! D'Wangamar tátet jo heut no lache, Wenn er tát deane au so Dolka macha!Für die Bevölkerung des Nibelgaus war die Zelle des Ratpot am Untersee (Zeller-see) ein Zentrum des christüchen Glaubens. Die Ortschaft, die um die Zelle des Ratpot entstand, wurde im Jahre 824 als Ratpoticella (Cella Ratpoti) erwáhnt. Um die Mitte des 9. Jahrhunderts kam der Ort samt der Kirche an das Kloster St. Gál-len. Nordwestlich der Siedlung lag ein ebenfalls St. Gallischer Herrenhof, gegrün-det im 9. Jahrhundert von einem Kisololt (Kisilhar, Kisalfrid?). Seine Nachkommen erbauten die Burg Kisilegge". Das Geschlecht der Kisilegger" gab dem Ort den heutigen Namen KiBlegg.Wann die Pfarrei gegründet wurde, ist unbekannt. Sicher ist, daB KiBlegg im frühen und hohen Mittelalter Mittelpunkt des St. Gallér Besitzes im Nibelgau war. Der Kir-chenpatron St. Gallus weist heute noch auf die ehemalige Zugehörigkeit zum Kloster St. Gallen.Um 1300 kommt KiBlegg durch Heirat der einzigen Tochter des letzten KiBleggers in den Besitz der Schellenberger. Diese teilen sich 1381 in zwei Linien, die schel-lenbergische und die paumgartische Linie. Auf diese Teilung ist auch das Vorhan-densein von zwei Schlössern im Ort zurückzuführen. 1394 erhalten die Schellenberger durch König Wenzel für KiBlegg Marktrecht sowie die Hohe und Niedere Ge-richtsbarkeit. Der schellenbergische Herrschaftsanteil kam 1702 durch Heirat an