Bővebb ismertető
Gedanken zur Einleitung
Im Brixner Talbecken fließen Eisack und Rienz zusammen, da treffen sich die Straßen vom Norden und aus dem Osten.
In Gegenden, wo sich Flüsse vereinigen und Straßen zusammenkommen, sind immer auch Stätten der Kunst und Geschichte zu finden.
Zu den Orten, die in den Reiseführern als Zentren geistiger Erfahrungen und besonderer Ausstrahlungskraft angegeben werden, zählt für den Raum von Brixen auch das Kloster der Augustiner-Chorherren — Neustift. Der breitangelegte Komplex dieses Stiftes lädt ein, den Lärm der Straße zu vergessen und in den Höfen und Hallen, in der Kirche und im Kreuzgang das sanfte Gesetz der Ruhe und Geborgenheit und den Atem von etwas Überzeitlichem zu erleben.
Mit vielen Erwartungen kommen heute die Besucher nach Neustift: Wissenschaftler und Kunstexperten suchen nach Literatur und Quellen in Bibliothek und Archiv, Historiker und Architekten studieren die Stiftsgebäude im Entwicklungsgang der Jahrhunderte, die Kunstfreunde verweilen vor Tafelbildern und Fresken, andere erfreuen sich am Licht und Formenreichtum der barocken Stiftskirche und loben Gott auf ihre Art mit Staunen und Freude. Im Schülerheim erkundigen sich die Eltern nach dem Verhalten und dem Lernerfolg ihrer Söhne. Im Tourismuszentrum treffen sich die Menschen zur Weiterbildung in Seminaren der Tourismuspastoral und anderer Bereiche. Mancher Gast macht bereits vor den Toren des Klosters halt und gibt sich zufrieden mit dem stillen Genuß eines guten Tropfens edlen Klosterweins. Alle, die das erstemal hieher kommen, werden fragen: Wer wohnt denn hier? Welchem Orden gehört dieses Stift? Vorliegendes Buch will versuchen, darauf eine Antwort zu geben und in die Geschichte von Neustift einzuführen.
Martin Peintner 1