Bővebb ismertető
mk:VORWORTToskana, Traumland mitten in Italien, südlich von Mailand, nördlich von Rom, im Westen vom Meer begrenzt. Wer es gesehen hat, dieses fruchtbare und zugleich karge Land mit seinen grünen Hügeln, die lieblichste, die anmutigste Landschaft Italiens, wird es nie vergessen. Wer es kennengelernt hat mit seinen unwiderstehlichen Reizen, dem Zauber seiner hinter Schleiern flimmernden Pinien, Zypressen und Olivenbäume, seinen halbverfallenen, einsamen Höfen, der Schönheit seiner Städte, der Verruchtheit seiner Geschichte, der Vollendung seiner Kultur, seiner unglaublichen Sinnenfreude, die ihm nahe ist wie das Sterben, wie der Tod, den wird es nie ganz loslassen, dem wird etwas von einer geheimen Sehnsucht nach diesem Land bleiben, ein kleiner Stachel im Herzen. Und er wird wiederkehren, irgendwann.Die Toskana mit ihrem milden Klima bot den Menschen seit jeher einen begehrenswerten Lebensraum, davon zeugt die uralte Geschichte. Bereits 800 Jahre v. Chr. war sie von den Etruskern bewohnt, die erstaunliche Spuren ihrer hochentwickelten Kultur hinterließen. Städte wie Pisa, Volterra, Arezzo oder Fiesole waren schon damals von Bedeutung. Nach 280 v. Chr. kam die Toskana unter römische Oberhoheit. 59 v. Chr. wurde Florenz durch Julius Caesar gegründet. Im 4. Jahrhundert n.Chr. herrschten die Goten und Byzantiner hier. Im 6. Jahrhundert wurde das Land durch zerstörerische Fremdlinge überflutet, die mit der Völkerwanderung eindrangen. 774 machte Karl der Große die Toskana zur fränkischen Provinz. Im Mittelalter kämpften Papst, Adel und die reich gewordenen Kaufleute um die Führung des Landes. Von 1434 bis 1737 waren -immer wieder umstritten, oft grausam herrschend, aber wohl die größten Kulturmäzene der Geschichte - die Medici an der Macht. Seit 1260 galt Florenz als Hauptstadt der Toskana, 1865-71 war es sogar Hauptstadt Italiens. Im Mittelalter begann der fast unglaubliche Aufstieg der Toskana, insbesondere der Stadt Florenz, zum geistigen und kulturellen Zentrum Italiens, der im 15. und 16. Jahrhundert einen solchen Höhepunkt erreichte, daß Florenz Vorbild für ganz Europa wurde. Hier, wo eigener Formwille, eigene Ideen seit jeher maßvoll, sicher und harmonisch zum Ausdruck kamen, wo jedweder fremde Einfluß - Byzantinisches oder Gotisches - abgelehnt wurde wie sonst nirgends in Italien, konnten die Höchstleistungen der Antike in verwandelter Gestalt durch die Größten ihrer Zeit - Leonardo da Vinci und Michelangelo - neu geboren werden. Hier entstand die Renaissance, vorbereitet durch Giotto, Andrea und Giovanni Pisano, vollendet bereits in der Ausgewogenheit der Florentiner Domkuppel des Brunelleschi und durch die Reliefs Ghibertis, die Plastiken des della Quercia und des Donatello wie durch die Gemälde des Masaccio. 1550 prägte Vasari den Begriff rinascita (Wiedergeburt) für Renaissance, den Stil, der von hier aus die Welt erobern und auf dem später der Barock aufbauen sollte. Das Überschäumende des Barock aber blieb den Toskanem fremd.