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VORWORTRule Britannia, Britannia rule the waves Zu Recht feiert dieses Lied Großbritannien als Königin der Meere; denn nach der Niederlage der spanischen Armada (1588) war es die bedeutendste Seemacht, und unter der Regierung von Königin Victoria (1818-1901) besaß das Empire Kolonien in der ganzen Weh. Das Herz Großbritanniens ist England mit der Hauptstadt London. Es ist die Heimat des sagenhaften Königs Artus und seiner Tafelrunde, großer Literaten wie Chaucer, Shakespeare und Dickens, mutiger Entdecker wie Drake, Raleigh und Livingstone und berühmter Feldherm wie Nelson und Wellington. Es ist das Mutterland des europäischen Parlamentarismus und der Industrialisierung, und in keinem anderen europäischen Land hält man so auf Stand und Tradition. Doch auch die Geschichte dieses Landes berichtet von schweren Schicksalsschlägen. 43 n.Chr. eroberten römische Legionen die Insel. Ihnen folgten Angeln, Sachsen und Jüten, die sich beständig der Übergriffe von Dänen und Wikingern erwehren mußten. Die Norman Conquest (1066) führte zu wiederholten Reibereien zwischen Einheimischen und Eroberem. Ab 1337 bekämpfte man sich im Hundertjährigen Krieg mit Frankreich (die letzte kontinentale Besitzung, Calais, ging allerdings endgültig erst 1558 verioren). 1455-71 stritten die Häuser Lancaster und York in den Rosenkriegen um die Herrscherwürde, und 1642-60 tobte der Bürgerkrieg und Cromwell errichtete seine Diktatur. Auch der Aufbau des Empire ging keineswegs friedlich vor sich - erinnert sei nur an den amerikanischen Unabhängigkeitskampf und an den Burenkrieg. Bereits 1284 hatte England das landschaftlich reizvolle, von keltischen Nachfahren besiedelte Wales erobert, das heute vor allem für seine Bergwerke bekannt ist. 1707 erfolgte nach wiederholten kriegerischen Auseinandersetzungen der Vertrag zur Realunion mit Schottiand, das einst von der schönen unglücklichen Mary Stuart beherrscht worden war. Dem Dichter und Schriftsteller Sir Walter Scott verdanken wir nicht nur die Überlieferung alten schottischen Volksguts, sondern auch beredte Schildemngen des sich beständig gegen die britische Vorherrschaft sträubenden schottischen Wesens und der Geschichte und Struktur der rauhbeinigen Highland Clans. 1800-1914 gehörte auch die dem gäli-schen Erbe verhaftete benachbarte Grüne Insel Irland zum Reich. Ihre erzkatholischen Bewohner leben mehr schlecht als recht von der Landwirtschaft. Es gelang ihnen jedoch, sich schließlich nach einem leidenschaftlichen und blutigen Freiheitskampf als Republik selbständig zu machen. Der nördliche Teil, Ulster, verblieb allerdings bei Großbritannien und ist eines seiner Sorgenkinder.Das voriiegende Buch will hinführen zu den Sehenswürdigkeiten Großbritanniens und Iriands. Sie reichen von prähistorischen Zeugnissen