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Wilhelm Cuypers - Krefeld [antikvár]
 
Der Niederrhein im Spiegel einer Großstadt Dieser Bildband stellt die Stadt KREFELD vor, aber auch ein Stück des Niederrheins und zeichnet die Wechselbeziehung zwischen Stadt und Land auf. Die erfahrene Niederrhein-Fotografin Ruth Kaiser hat mit stimmungsvollen Farbaufnahmen den besonderen Reiz der Stadt und der Landregion eingefangen. Die meisterhaften Farbaufnahmen machen das Buch zu einem Bilderlebnis. Der umfangreiche und informative Text des Niederrheinkenners Wilhelm Cuypers erhebt dieses Buch zum literarischen Bildband und einem...
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Der Niederrhein im Spiegel einer Großstadt Dieser Bildband stellt die Stadt KREFELD vor, aber auch ein Stück des Niederrheins und zeichnet die Wechselbeziehung zwischen Stadt und Land auf. Die erfahrene Niederrhein-Fotografin Ruth Kaiser hat mit stimmungsvollen Farbaufnahmen den besonderen Reiz der Stadt und der Landregion eingefangen. Die meisterhaften Farbaufnahmen machen das Buch zu einem Bilderlebnis. Der umfangreiche und informative Text des Niederrheinkenners Wilhelm Cuypers erhebt dieses Buch zum literarischen Bildband und einem Heimatbuch ersten Ranges. Das Buch blättert Vergangenheit auf und ist zugleich eine Dokumentation der 80er- Jahre, beachtens- und lesenswert für den Einheimischen, zugleich aber auch ein repräsentativer Botschafter nach draußen. Urban reflections of the Lower Rhineland This illustrated volume introduces the town of Krefeld and the surrounding area, giving especial emphasis to the close relationship of town and country. Ruth Kaiser, an expert photographer of the Lower Rhine region, has succeeded in producing a series of masterly colour photographs which faithfully capture the atmosphere, indeed the unique charm of Krefeld and the countryside around it. Wilhelm Cuypers has used his wide knowledge of the area to provide an informed and interesting introduction, making this volume an invaluable literary and topographical work on Krefeld. He provides a survey of local history and also a documentation of the eighties that cannot fail to be of interest to those who live here; for all others, we hope this work will prove a good ambassador for Krefeld. Vorwort „Krefeld gilt vielen als eine Stadt mit Flair und Charme, als eine Metropole ereignisreicher Vergangenheit und pulsierender Gegenwart inmitten der grünen Region des Niederrheins." Dieses Zitat stammt aus dem ersten Kapitel dieses Buches, in dem Wilhelm Cuypers Krefeld aus niederrheinischer Sicht skizziert. Ich will nicht verschweigen, daß ich mich sehr über diese Worte eines so prominenten Kenners des Niederrheins gefreut habe. Sie machen aber auch neugierig, mehr zu fragen und zu erfahren. Wie sah Krefelds ereignisreiche Vergangenheit aus? Woraus besteht die pulsierende Gegenwart und an welchen Maßstäben orientiert sie sich? Wie ergab und ergibt sich immer wieder auf's Neue die Verbundenheit der Stadt mit der niederrheinischen Region? Diese Fragen bleiben bei der Lektüre des Buches nicht unbeantwortet. Es gewährt einen Einblick in 2000 Jahre Krefelder Geschichte und stellt jene Ereignisse heraus, die die Stadt und die Bürger prägten. Es dokumentiert die wirtschaftsstrukturelle Entwicklung einer Stadt, der es trotz politischer und wirtschaftlicher Wirrnisse und Rückschläge immer wieder gelang, in die Zukunft zu blicken und bestehende Probleme zu überwinden. Es belegt die große Tradition der Kultur- und Kunstpflege in Krefeld, die zu einem Impulsgeber nicht nur für den Niederrhein wurde. Es beschreibt die historisch gewachsene Verbundenheit einer Großstadt mit seinem Umland und den dort: lebenden Menschen. Die ausgewählten zeitgenössischen Bilddokumente und die hervorragenden Fotografien von Ruth Kaiser unterstützen und ergänzen die spiegelbildlichen Betrachtungen Wilhelm Cuypers und ich wünsche mir, daß auch der auswärt:ige Besucher Krefelds dieses Buch oft zur Hand nimmt. Dieter Pützhofen Oberbürgermeister der Stadt Krefeld Krefeld - aus niederrheinischer Sicht Man hat der Samt- und Seidenstadt in älteren Reiseberichten oder In flotten Reportagen jüngeren Datums oft überschwengliches Lob und Respekt zuteil werden lassen. Obwohl In ihren Mauern nie ein Herzog oder Fürst residlert:e, fand sie das Interesse renommiert;er Zeitgenossen. Kein Geringerer als Wilhelm von Humboldt schrieb 1789 über das im Zeichen des beginnenden Textilbooms prosperierende einstige Ackerstädtchen: „ich erinnere mich nicht, in Krefeld ein Bild eigentlicher Armut gesehen zu haben. Die Häuser sind in holländischem Geschmack gebaut, doch weniger mit Zieraten überladen. Einige verdienen auch in schönen Straßen Berlins eine Stelle. Die Straßen sind in höchstem Grade reinlich und, gegen deutsche Städte gehalten, vortrefflich gepflastert. Die ganze Stadt hat ein gefälliges, lachendes Ansehen." Die Stadt und vor allem ihre Textilindustrie erfreute sich im 18. Jahrhundert der Förderung der preußischen Könige. Bereits der Soldatenkönig Friedrich Wilhelm I. sah das Schicksal der aufblühenden Stadt eng mit dem FDrt:schritt des Niederrheins verbunden. Als er 1738 Krefeld besuchte, versuchte er einige der in derTextilbranche erfolgreich wirkenden Mennoniten zu überreden, mit ihren Familien nach Potsdam zu kommen und dort: Fabriken zu gnjnden. Als dem König entgegengehalten wurde, daß dies wohl zu Lasten Krefelds gehen würde, meinte Majestät unter Hinweis auf die niederrheinischen Städte: ,Du hast recht Crewelt muß mir bleiben, wie es ist; du sollst mir aber sorgen, daß auch einige Fabriken nach Geldern kommen und sollst mir Rapport: tun." Sein Sohn, Friedrich II. (der Große), setzte die tolerante und fördernde Linie gegenüber den Mennoniten und der Seidenstadt fort. Er lenkte den Postverkehr über Krefeld, um auf diese Weise die Handelswege von Köln nach Holland zu ebnen. Krefeld und seine Seidenfabrikation erschienen ihm so bedeutsam, daß er sogar seinen Soldatenwerijem verbot, aus Krefeld Soldaten zu holen. Der >^lte Frit/ über die Stadt und ihre wirtschaftliche Bedeutung: .Cref eld und die dortigen Manufakturen sehe ich als Kleinod an, von welchem die Werber wegbleiben müssen; zeiget mir dahero nur die Regimenter näher an, welche sich dergleichen Exzesse zu Schulden kommen lassen. Ich werde ihnen schon den Weg zur Stadt und ihren Manufacturen zu versperren wissen Von dergleichen nützlichen Fabriken sollen sie durchaus wegbleiben." Die goldenen Jahre der Seidenindustrie im 18 Jahrhundert haben das Antlitz der Stadt geprägt. Es kam im Laufe von drei Generationen zu fünf Stadterweiterungen, wobei holländische Städte und dasfriderizianische Potsdam als Vorbilderdienten. An der Friedrichstraße, einer der Hauptachsen der Stadtmitte, bauten die avancierten Textilfamilien - die von der Leyen, die Scheuten, Floh und Scheibler - ihre illustren Stadthäuser. Bis in unsere Tage ist die frideriziansche Prägung des Stadtbildes erhalten geblieben, die dann im 19. Jahrhundert durch die Anlage der vier Wälle nach der Konzeption des Düsseldorfer Baumeisters und Architekten Adolph von Vagedes .klassizistisch" ergänzt wurde Kein Wunder, daß den rheinischen Poeten Wilhelm Schäfer die .saubere Entfaltung" der Stadtmitte an das Potsdam von einst erinnerte. Und Rudolf Pört:ner, der mit dem Fahrstuhl der Römerzeit nachspürte, glaubte in dem wohlproportioniert:en Stadtbild der Samt- und Seidenstadt bürgeriiche Konditionen und konservative Elemente zu entdecken. Krefeld, so Pörtner, sei eine Stadt des .goldenen Schnitts", des .rechten Maßes". Maß hat die Stadt in der Tat im Laufe ihrer Entwicklung auch gegenüber ihrem niederrheinischen Umfeld zu wahren gewußt. Krefeld war stets der .Gigantomanie", der so manche aufstrebende Großstadt veri=allen ist, abhold. Im Gegenteil: Man ist hier dem englischen .understatemenr näher als der Hochstapelei. So ist Krefeld als eine Stadt im Grünen auch ein Stadtjuwel des Niederrheins geblieben. Die Stadt hat sich harmonisch dem niederrheinisch-rustikalen Umfeld eingegliedert. Rudolf Pörtner: .Krefeld empfängt seine Besucher sozusagen auf grüner Welle Das Bild bleibt vorstädtisch-ländlich. Flachland unter hohem Hin> mel. Kart:offeläcker, Rübenfelder, Kohlplantagen. Weidende Kühe, bisweilen eine Schafherde. Bäche, Altwässer, Brüche, kleine Wälder Windmühlen und bäueriiche Gehöfte. Die Großstadt scheint fern, unendlich fern - und doch sind es nur wenige Kilometer bis zur City " Und die Schriftstellerin Ilse Molzahn schreibt 1956 über das ländliche Umfeld der Stadt: .Smaragd-

Termékadatok

Cím: Krefeld [antikvár]
Szerző: Wilhelm Cuypers
Kiadó: Horst Ziethen Verlag
Kötés: Fűzött kemény papírkötés
Méret: 250 mm x 230 mm
Wilhelm Cuypers művei
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