Bővebb ismertető
Im Herzen Europas liegt die Tschechoslowakei, die Heimat der Tschechen und Slowaken, zweier Völker, die ihrerA bkunft, Sprache und Geschichte nach, aber auch auf Grund ihrer gemeinsamen Ziele und Wünsche einander nahestehen.Sie gehören zu den ältesten Bewohnern des Kontinents, an dessen kultureller Entwicklung sie seit mehr als tausend Jahren großen Anteil haben. Die Tschechen und Slowaken haben hier einen wirtschaftlich prosperierenden und kulturell hochstehenden sozialistischen Staat geschaffen, der zu den höchstentwickelten der Welt gehört. Die Natur hat diesem kleinen Binnenland all die Schätze in die Wiege gelegt, die man andernorts aus fernen Gegenden herbeibringen muß. Vielerlei Naturschönheiten sind hier auf engem Raum vereinigt, deren buntes Mosaik den unnachahmlichen Zauber bilden, der die Einzigartigkeit dieses Landes ausmacht.Die Bergriesen der Hohen Tatra, die bewaldeten Kämme des Böhmerwalds und des Riesengebirges, die wie aus einem Märchen hierher versetzten Kegel des Böhmischen Mittelgebirges, die romantische Schönheit der Niederen Tatra und des Slowakischen Erzgebirges, die Terrassen und Hügel der Böhmisch-Mährischen Höhe all das kontrastiert mit den breiten Bändern der Felder und Wiesen, deren Fläche wiederum von sanften grünen Hügeln unterbrochen wird.Die Tschechoslowakei mit ihren Wäldern, Hainen und blühenden Gärten hat begreiflicherweise auch eine hochentwickelte Landwirtschaft. Goldener Weizen und Gerste, Zuckerrüben und Kartoffeln werden hier ebenso angebaut wie Wein und Hopfen, die dem Land seinen Ruf als Erzeuger hervorragenden Biers und Weins verschafft haben.Aus dem Gebirge stürzen forellenreiche Wildbäche in das flache Land hinab, sie wachsen zu Flüssen und Strömen an, bis sie auf ihrem breiten Rücken Dampfer und Schlepper tragen, um schließlich das Festland mit dem Meer zu verbinden. Die Bewohner haben schon vor langer Zeit viele Teiche angelegt, angefangen vom kleinsten Dorfteich bis zu den großen Flächen der südböhmischen Teiche. Z" den größten gehören der Teich von Rotmberk und Tfebon. Riesige Stauseen, die in neuerer Zeit erbaut wurden, haben sich der Landschaft angepaßt und ihrem natürlichen Reiz keinen Abbruch getan.Früher einmal haben Volkstrachten und Dialekte, Volkslieder, Märchen und Sprichwörter den Charakter der einzelnen Gegenden unterstrichen. Viele dieser Eigenarten sind in das Bewußtsein des Volkes eingegangen und leben dort gleichsam wie ein Strom, der unter der Erde weiterfließt; und nur ein geübtes Ohr, ein geschultes Auge vermögen sie noch zu entdecken.All diese wundersamen Dinge gäbe es nicht, hätte nicht das Volk sein Land jahrhundertelang gepflegt und geliebt. Denn die Menschen waren es, die der Landschaft ihr heutiges Antlitz verliehen haben, sie haben die Urwälder gerodet, neue Wälder und Obstgärten angelegt, Schlösser und Burgen gebaut ebenso wie Fabriken und Siedlungen, Talsperren und Straßen. Diese Kulturlandschaft bezeugt als einzigartige Synthese des Werkes von Natur und Menschenhand das hohe kulturelle Niveau des tschechischen und des slowakischen Menschen.Wenn auch die böhmischen Länder auf dem Gebiet der Industrie und Zivilisation in ihrer Entwicklung seit jeher der Slowakei voran waren, so hat doch ein Vierteljahrhundert sozialistischen Aufbaus diesen historisch begründeten Unterschied ausgeglichen, der Slowakei zu einem neuen Aufschwung verhelfen und bewirkt, daß sie sich in ein blühendes Land verwandelt hat.Die Vergangenheit der Tschechoslowakei ist in vorgeschichtlicher Zeit von einem Sagen- und Legendenkranz über den ersten Fürsten, der ein Pflüger war, umsponnen. Aus geschichtlicher Zeit sind uns die Choräle des heiligen Wenzel und der Hussiten überliefert, die von der Unbesiegbarkeit des Geistes künden, die Sagen vom Räuber Janosik, der die Reichen beraubte, um den Armen zu geben. Die Kontinuität dieser Sagen setzt sich auf merkwürdige Weise von den Ruinen der Wälle und Burgen, die Anzeichen von Freiheitskämpfen tragen, fort bis zu den Ruinen des alten Lidice, das von den neuzeitlichen Barbaren während des Zweiten Weltkrieges dem Erdboden gleichgemacht wurde.Doch nicht nur die Oberfläche des Landes ist bewundernswert, sondern es birgt auch in seinem Innern Sehenswürdigkeiten wie etwa Tropfstein- und Eishöhlen oder unterirdische Stollen, die ganze Labyrinthe bilden. Doch viel Geheimnisvolles ist vor allem in der Seele des Volkes verborgen, eines Volkes, das seil jeher friedliebend, human und stets fähig war, die Einflüsse aus dem übrigen Europa in sich aufzunehmen und sie in seinem Geiste umzuformen.