Bővebb ismertető
Was wären die deutschen Landschaften ohne ihre Flüsse ? Die Flüsse prägten die Landschaften in Jahrmillionen und prägen sie noch immer. Oft gaben sie ihnen die Namen: Wir sprechen vom Weserbergland, vom Elbsandsteingebirge, von Mainfranken, vom Rheinischen Schiefergebirge oder von einer Mosel- oder Neckarlandschaft, und jedesmal sehen wir ein charakteristisches Bild, spüren den Reiz einer besonderen Atmosphäre. Gewaltig ist die gestaltende Kraft des Wassers. In ungeheuren Zeiträumen trägt es ganze Gebirge ab und schüttet weite Ebenen auf. Zwei Drittel der niedergehenden Regenmengen verdunsten, aber ein Drittel fließt in unzähligen Rinnsalen an der Oberfläche der Erde ab, sammelt sich zu Bächen und Flüssen, die alle zu Tale streben und schließlich in mächtigen Strömen zum Meere zurückkehren. Das Wasser wäscht das Gestein aus und schleppt das Geröll weiter. Mit den losgespülten Massen wird neuer Schutt vom Grunde und von den Seiten des Flußbettes gerissen, bis diese unablässige Erosion des fließenden Wassers ein tiefes Tal gegraben hat. So haben die Flüsse zu ihrem Teil beträchtlich dazu beigetragen, dem Relief des deutschen Bodens seine Form zu geben und beispielsweise die Schichtstufenlandschaft Süddeutschlands und die beiden Stockwerke des deutschen Mittelgebirgslandes, die Hochflächen und die Talböden, zu schaffen. Häufig erhalten Gebirge erst durch die einkerbende Arbeit der Flüsse ihren Gebirgs-charakter. Die Hochflächen und Tafeln des Rheinischen Schiefergebirges, des Erz- und des Elbsandsteingebirges sind nur durch die tiefen Täler des Rheines und seiner Nebenflüsse, durch den Canon der Elbe und die Einschnitte der Erzgebirgsflüsse zu wechselvollen gebirgigen Landschaften geworden.5