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8 Lichtdrucke nach Ansichten des 18. und 19. Jahr-hunderts aus dem Stadtmuseum Jenamit Erläuterungen von Maria SchmidFolge 3Stadtmuseum JenaDer Zeit vom späten 18.Jahrhundert bis etwa 1860 ent-stammen die acht Bilder aus der Umgebung Jenas, dieder Sammlung des Jenaer Stadtmuseums angehören undhier im Lichtdruck vorgestellt werden.Enthusiastische Naturbeschreibungen des Saaletals mitseinen Bergen und Burgen sind in jenen Jahren entstan-den. Maler und Kupferstecher entdeckten landschaft-liche Schönheiten, sie waren beeindruckt von Höhen undTälern, Schluchten oder Quellen in heimatlicher Um-gebung, und eine Radierung, wie die des Mühltals vonGeorg Melchior Kraus könnte Reisebeschreibungen die-ser Zeit illustrieren, die das Mühltal als die ,,rauhesteund fürchterlichste Gegend bei Jena" kennzeichnen,ein enges Tal mit den steilsten, von Wasser zerris-senen und ganz unfruchtbaren Bergen eingeschlossen"(C. Schmidt 1778). Überwiegend wird jedoch die schöneAnsicht, der kulissenartig gerahmte Ausblick in Art derProspektmalerei als Erinnerungsblatt angeboten, wobeiZeitkolorit besonders in Darstellungen von den in Jenalebenden Künstlern wie Roux, Lange, Geiling oderHirsch einfließt.So ist der Vordergrund der von Johann G. C. Lange ge-zeichneten Ansicht von Zwätzen mit einer größerenPersonengruppe bevölkert, die dem Begründer desLandwirtschaftlichen Lehrinstituts" in Jena, ProfessorFriedrich Gottlob Schulze bei der Vorführung einesneuen Ackergerätes zusieht. Auch die Flößer auf derSaale gehörten damals noch zum alltäglichen Bild; Rouxzeigt sie als Staffagefiguren in seiner Dornburgdarstel-lung. Bei anderen Künstlern sind es Hirten, Bauern oderStudenten, die das Bild beleben.