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Das vorliegende Buch ist der dritte Band in der vom Institut für Städtebau und Architektur derBauakademie der DDR herausgegebenen Publikationsreihe Historische Straßen und Plätzeheute" Das Anliegen dieser Reihe ist die Darstellung des Wiederaufbaus der historischen Zentrender Städte in der DDR nach den Zerstörungen des zweiten Weltkrieges unter den Gegebenheitenund Anforderungen einer neuen, sozialistischen Gesellschaftsordnung. Sie erfolgt durch dieGegenüberstellung der alten und neuen Bebauung. Bisher erschienen in dieser Reihe die...
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Das vorliegende Buch ist der dritte Band in der vom Institut für Städtebau und Architektur derBauakademie der DDR herausgegebenen Publikationsreihe Historische Straßen und Plätzeheute" Das Anliegen dieser Reihe ist die Darstellung des Wiederaufbaus der historischen Zentrender Städte in der DDR nach den Zerstörungen des zweiten Weltkrieges unter den Gegebenheitenund Anforderungen einer neuen, sozialistischen Gesellschaftsordnung. Sie erfolgt durch dieGegenüberstellung der alten und neuen Bebauung. Bisher erschienen in dieser Reihe die BändeVnrwnrtBerIi"> Hauptstadt der DDR, und Dresden, die international bekannte Stadt der Kunst und derVU1WUUMuseen. Als dritter Band liegt jetzt die Beschreibung der Handels- und Messestadt Le,pz,g vor.Beim Vergleich der drei Städte miteinander wird deutlich, daß es beim Aufbau der zerstörtenZentren dieser drei Städte gelungen ist, jeweils ihren spezifischen, durch eine unterschiedlichehistorische Entwicklung geprägten Charakter zu erhalten und die städtebauliche und architek-tonische Kontinuität zu wahren.Alle drei Städte sind Ende des 12., Anfang des 13. Jahrhunderts gegründet worden, liegen inFlußniederungen und sicherten Handelswege an den Flußübergängen. Zwei von ihnen, Berlinund Dresden, wurden im 16. Jahrhundert zu kurfürstlichen Residenzstädten ausgebaut. DieParallelität ihrer Entwicklung endete erst am Ende des 19. Jahrhunderts, als Berlin nach Grün-dung des Deutschen Reiches zur Reichshauptstadt ausgebaut wurde. Die Entwicklung Leipzigsnahm schon von Beginn an trotz ähnlicher geographischer Voraussetzungen einen anderen Ver-lauf. Seit seiner Gründung war Leipzig Handelsplatz und wurde im 15./16. Jahrhundert plan-mäßig zur Handels- und Messemetropole im Gebiet westlich der Elbe ausgebaut. Die Entwicklungvon der Messestadt, die immer mehr zum bevorzugten Umschlagplatz des Ost-West-Handelswurde, bis zur Großstadt inmitten eines Industriegebietes spiegelt sich deutlich im Stadtbildwider. Zum Verständnis dieser spezifischen Entwicklung erschien es notwendig und zweckmäßig,mehr als in den vorangegangenen Publikationen den politischen und ökonomischen Voraus-setzungen breiten Raum zu schenken. Ohne Erwähnung der Messen und ihre jeweilige Bedeutungfür die Wirtschaft oder ohne Eingehen auf das Wirken August Bebels und Wilhelm Liebknechts,die Leipzig zu einem Zentrum der organisierten Arbeiterschaft machten, würde die Baugeschichteletzthin unverständlich bleiben. Dabei konnten aber viele geschichtliche Zusammenhänge nurangedeutet werden, da sonst das eigentliche Anliegen dieses Buches verfehlt worden wäre. Eswar daher nötig, ein gut abgestimmtes Verhältnis zwischen der geschichtlichen Darstellung inder Übersicht und den folgenden Kapiteln zu finden, in denen ausschließlich die Bauten in denStraßen und Plätzen der Altstadt sowie des Promenadenringes, dem Titel des Buches entspre-chend, behandelt sind. Eine weitere Schwierigkeit hinsichtlich des Umfangs des Buches bereitetedie unerwartete Fülle des Materials und der nennenswerten Bauten. In Leipzig waren die Zer-störungen durch die Bombenangriffe im zweiten Weltkrieg im Vergleich zu Dresden und auch zurBerliner Innenstadt geringer. Während Stadtteile im Norden und Osten der Leipziger Altstadtund am Ring schwere Zerstörungen erlitten, waren andere Viertel des Zentrums davon wenigerbetroffen, so daß diese Verluste teilweise durch Baulückenschließung ausgeglichen werdenkonnten. Eine neue Raumordnung wurde beim Aufbau des Nordteils am Tröndlinring über denBrühl bis zum Markt mit der Anlage des Sachsenplatzes vorgenommen. Das gleiche gilt für dieNeubebauung der östlichen Ringabschnitte einschließlich der städtebaulichen Umgestaltung desKarl-Marx-Platzes und des Roßplatzes.Entsprechend dem Anliegen dieser Publikationsreihe, die alte und neue Bebauung gegenüber-zustellen, konzentriert sich die Arbeit auf die Bauten innerhalb dieser städtebaulichen Schwer-punkte. während die Bauten in anderen Vierteln innerhalb des Ringes z. T. nur in der Übersichtrwähnt werden.Während der Arbeit an diesem Buch sind weitere wichtige Bauwerke und Anlagen wie dieFußgängerzone im Stadtzentrum und des Neuen Gewandhauses auf dem Karl-Marx-Platz be-gonnen worden. Ihre Beschreibung erfolgte nach Planungsunterlagen und Modellen, die freund-licherweise das Büro des Stadtarchitekten zur Verfügung stellte.Ich möchte an dieser Stelle Alfred Hoffmann für seine Unterstützung meiner Arbeit an den dreiBänden dieser Publikationsreihe danken, die ohne seinen Einsatz und sein persönliches Engage-ment in diesem Umfang nicht hätte durchgeführt werden können. Hinsichtlich des hier vorliegen-den Bandes gilt mein besonderer Dank für die fachliche Beratung dem Chefarchitekten Prof. Dr.Horst Siegel und seinen Mitarbeitern, vor allem seinem Stellvertreter, Dipl.-Ing. Ambros G. Gross,dessen Kenntnisse und Hinweise entscheidend zum Gelingen dieses Buches beigetragen haben.Die historischen Fotos und Stichvorlagen stammen aus der Deutschen Fotothek Dresden, demMuseum für Geschichte der Stadt Leipzig und dem Stadtarchiv Leipzig. Den Mitarbeitern dieserdrei Institutionen, die sich mit der Bereitstellung des umfangreichen Bildmaterials befaßten,danke ich für ihre Mühe. An den Fotos vom heutigen Stadtbild hat der Leipziger FotografHerbert Lachmann erheblichen Anteil.September 1977Waltraud Volk

Termékadatok

Cím: Leipzig [antikvár]
Szerző: Waltraud Volk
Kiadó: VEB Verlag für Bauwesen
Kötés: Vászon
Méret: 210 mm x 290 mm
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