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Von urbs Libzi bis zum altesten Marktprivileg Der Handel ist jene Alma Mater, an deren grófién Brüsten die ganze Menschheit genáhrt wird. Henry Fielding, englischer Schriftsteller, iyoj-1754 Wohl keine anderen Quellen für das Werden und Gedeihen Leipzigs sprudelten durch die Jahrhunderte so kráftig und nachhaltig wie die des Handels und der Messen. Über Generationen hinweg kamen zu den Márkten Kaufleute und Fernhándler mit Weiften und Grauen Elefanten. So nannte der Volksmund je nach Farbe der Planen die schweren Frachtwagen, mit...
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Von urbs Libzi bis zum altesten Marktprivileg Der Handel ist jene Alma Mater, an deren grófién Brüsten die ganze Menschheit genáhrt wird. Henry Fielding, englischer Schriftsteller, iyoj-1754 Wohl keine anderen Quellen für das Werden und Gedeihen Leipzigs sprudelten durch die Jahrhunderte so kráftig und nachhaltig wie die des Handels und der Messen. Über Generationen hinweg kamen zu den Márkten Kaufleute und Fernhándler mit Weiften und Grauen Elefanten. So nannte der Volksmund je nach Farbe der Planen die schweren Frachtwagen, mit denen noch ím 19. Jahrhundert die Güter urtd Kleinodien aus zahlreichen Lándern antransportiert wurden. Wenn die Stadt an der Pleifte bei Weltausstellungen auftrat, prásentierte sie sich vornehmlich als Handelsmetropole. Auch gegenwártig ist die Liebe Merkurs zu den Messen Lipsias ungebrochen. Anno 1990 sind es 825 urkundlich bestátigte Jahre. Auf einen so imponierend langen Zeitabschnitt kann von den jetzigen Handelstreffpunkten der Welt nur die Leipziger Messe verweisen. Sie hat ihre einzigartige Geschichte, ihre Geschichten und Episoden. Eine ist der JubiláumsanlaB. Das Dátum ist ja nun offiziell, obwohl auch schon hier das mittelalterliche Dunkel nicht alles preisgegeben hat. So hált sich noch immer bei einigen die Annahme, dafi die Messen erst im Jahre 1387 vom damaligen Bischofssitz Merseburg über Grimma und Taucha nach Leipzig gekommen sein sollen. Durch die Unvorsichtigkeit eines Schmiedes war zu diesem Zeitpunkt am Merseburger Gotthardteich ein grofter Brand ausgebrochen. Er vernichtete in der einstigen Königsburg der Frankén - den Merseburgern werden kaiserliche Meft- und Marktprivilegien bereits seit 1007 nachgesagt - viele Kaufmannsráume und Warenlager. Die Geschádigten wáhlten Grimma an der Mulde, danach Taucha und schlieftlich Leipzig als neuen Messeort. Die Zuwanderungen vieler Bürger, darunter beispielsweise Hermann, Johann und Martin von Grimma sowie Walter von Taucha, erfolgten aber vor allém auch deshalb, weil sich Leipzig im 14. Jahrhundert wesentlich günstiger zur Handelsstadt entwickelte und mehr Gewinn versprach, als sich offensichtlich an den eigenen Geburtsorten erzielen liefi. Viel lieber wáre es dagegen den Leipzigern und ihren Messebesuchern gewesen, wenn sich der überlieferte Brauch erhalten hatte, wonach die hübschen Mádchen aus dem ganzen Sprengel als Zins zu Besuch geschickt werden muBten. Die Gáste des Merseburger Stifts erhielten nach mittelalterlicher Sitté námlich immer eine Gesellschafterin. Vielleicht würde dann die ebenfalls noch heute verbreitete und gern zitierte Redensart eines sáchsischen Höflings - daB die Mádchen in Sachsen wie die Borsdorfer Apfel seien; sie würden nicht eher rot, bis man sie aufs Stroh gelegt hatte - einen nachweisbareren Ursprung habén.'

Termékadatok

Cím: Lipsia und Merkur [antikvár]
Szerző: Klaus Metscher Walter Fellmann
Kiadó: VEB F. A. Brockhaus Verlag
Kötés: Vászon
ISBN: 3325002293
Méret: 200 mm x 220 mm
Klaus Metscher művei
Walter Fellmann művei
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