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Dr. Arthur Schlegel - Mainzer Zeitschrift 56/57, 1961/62 [antikvár]
 
DIE BAUGESCHICHTE DES MAINZER DEUTSCHORDENSHAUSESvon Arthur SchlcKelVoi-bcrIm letzten Krieg wurde durdi den Verlust von Ardiivalien bei den Hauptcrben der Mainzer Ardiive, nämlidi m Darmstadt und Würzburg, die sdion immer schmale Grundlage für die heimisdie Gesdlidits- und Kunstgesdiiditsforsdiung nodi mehr verkleinert. In Frankfurt verbrannte das Ardiiv der Deutsdl-ordenscommende Sadisenhausen, in dem audl unsere Mainzer Deutsdihausakten sidi befanden.Deswegen bat idi H. Dr. Sdilegel in Mündien, der nodi Auszüge aus diesen Akten besaß,...
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DIE BAUGESCHICHTE DES MAINZER DEUTSCHORDENSHAUSESvon Arthur SchlcKelVoi-bcrIm letzten Krieg wurde durdi den Verlust von Ardiivalien bei den Hauptcrben der Mainzer Ardiive, nämlidi m Darmstadt und Würzburg, die sdion immer schmale Grundlage für die heimisdie Gesdlidits- und Kunstgesdiiditsforsdiung nodi mehr verkleinert. In Frankfurt verbrannte das Ardiiv der Deutsdl-ordenscommende Sadisenhausen, in dem audl unsere Mainzer Deutsdihausakten sidi befanden.Deswegen bat idi H. Dr. Sdilegel in Mündien, der nodi Auszüge aus diesen Akten besaß, diese nodi einmal ausführlidier in der Mz. Zts. zu veröffentlidien, als er dies vor 40 Jahren im Jg. 17/19, 1921'24 getan hatte.Dr. Sdilegel hat nodi mehr über die Kunstgesdiidite des Deutsdiordens gearbeitet, z. B.: Die Deutsdiordensresidenz Ellingen und ihre Barodibaumeister. Marburg 1927 und: Der Anteil Maximilian von Welsdis am Deutsdiordenshaus in Frankfurt a. M.-Sadisenhausen: Ardiiv f. Frankfurts Gesdi. u. Kunst 4. Folge, 1, 1925, S. 104110.Unser Interesse geht zudem heut Künstlergesdiidite der Barodizeit damals der Fall war. Dr. Sdilegel Bitte einzugehen, wofür ihm bes( vorhandenen Akten des Deutsdio wurden auf unsere Biin bezug auf die Bau- und viel mehr ins Detail, als es ivar so freundlidi, auf meine nders gedankt sei. Die nodi dens-Zentralardiivs in Wien it gütiger Genehmigung Se,rdi H. Ai^diiirat Dr. Paul Kletlei iung durdi H. Dr. Sdilegel ausge -nals genauer durdigesehen werdet lidi war.rung soll besonders viel von de MaExz. des Hodimeisters dt nadi Mündien zur Benut liehen, so daß diese noch konnten, als es früher mö( Eine ausreidiende Bebild.wandfeston Ausstattung des Mainzer Deutsdlha die leider am 27. II. 1945 unterging. Nur der Wandstudi der Kapelle, der damals zufällig dem Feuer nidit zum Opfer fiel, ist in Abgüssen im großen Sitzungssaal des Landtages, dem jetzt das Deutschordenshaus dient, angebradit.F. ArensUnter dem Titel: Zur Baugeschichte der ehemaligen Deutschordens-Commende zu Mainz" sind in der Mainzer Zeitschrift" bereits zwei Aufsätze ver-öffendidit worden, der erste im Jahre 1910 (Jg. 5) von Prof. Ernst Neeb, der zweite im Jahrgang 17/19, 1921/24 vom Verfasser des vorliegenden Beitrages. Daß der Schriftleiter der Mainzer Zeitschrift" angeregt hat, diesen Stoff zum dritten Mal und zwar noch ausführlicher zu behandeln, hat folgende Gründe: Nachdem ich während meiner Nachforschungen über die fränkischen Barockbauten des Deutschen Ordens im Deutschordens-Zentralarchiv in Wien Baurechnungen von der Mainzer Commende aus den Jahren 172932 und einen Pack loser, die Erbauung der Mainzer Commende betreffender Schriften durchgesehen hatte, fand ich im Archiv der Kathol. Gemeinde Frankfurt am Main damals im Keller des ehemaligen Deutschordenshauses Frankfurt-Sachsenhausen notdürftig untergebracht ein Aktenpaket, das die Konzepte zu den Berichten enthielt, die der damalige Verwalter der Mainzer Commende namens Stubenrauch an seinen Comtur, den Freiherrn (seit 1732 Grafen) von Satzenhofen gerichtet hatte, der sidi als Coadjutor der Bailei Franken größtenteils in der Landcommende' Ellingen in Mittelfranken aufhielt. Der sdireibfleißige Verwalter verfaßte in der Zeit vom Herbst 1729 bis August 1743 etwa 600 Berichte, die im Konzept in kleiner und enger Schrift niedergeschrieben 155 Bogen im Aktenformat füllten. Er brachte darin alles mögliche zur Sprache, berichtete von der Weinlese in Mainz und von Weinverkäufen, von den Besuchen hoher Herrschaften, die auf der Durchreise im Ordenshaus gespeist und Quartier genommen hatten, von der Aufregung, die im Sommer 1734 in Mainz angesichts der Nähe der kaiserlichen und der französischen Armeen herrschte, in der Hauptsache aber über den Fortgang des Neubaues der Ordenscommende.Wir sind bzw. waren selten in der Lage, über eine bedeutende Bauunternehmung der Barockzeit so zahlreiche Berichte zu besitzen. Ich sagte waren", weil das ganze Aktenpaket zusammen mit Duplikaten der in Wien befindlichen Baurechnungen während des letzten Krieges in Frankfurt verbrannt ist. Die leider viel zu spärlichen handsdiriftlichen Auszüge, die ich vorher davon machte, der Nachwelt in gedruckter Form zu erhalten, ist ein verständliches und berechtigtes Anliegen der Mainzer Heimat- und Kunstgeschichtsforschung.Von den Berichten Stubenrauchs befindet sich ein kleiner Teil im Original in Wien.^ Wir ziehen diese zur Vervollständigung der Baugeschichte heran, ebenso wie die in Wien noch vorliegenden Baurechnungen, sowie vereinzelte Aktenstücke in den Staatsarchiven Darmstadt, Würzburg und München. Der zweite Grund, sich nochmals mit der Baugeschichte des ehemaligen Mainzer Deutschordenshauses auseinanderzusetzen, ist folgender: Wir sind durch die Bombenangriffe während des letzten Krieges so sehr viel ärmer an alten Bau- und Kunstwerken geworden. Für die stark zerstörte Stadt Mainz, ehedem so reich an Kirchen, Palästen und Bürgerhäusern der Barockzeit, gilt das in besonderem Maße. Von dem einstigen Reichtum ist uns aber nur wenig geblieben! Von dem wenigen verdient das ehemalige Deutschordenshaus an erster Stelle genannt zu wer-D(sdin Dei Frar Ordensbesit geteilt, die vo; L Die einzeln nde" bezeichni nde. Diejenige hieß LandeDeiidiland V je einem Landcoi Ordensniederlassu: t, als Comtur;" dei Commende, die Sil immende. Nähereslrdli^12 Ball verwaltetlg wurde Inhabei: Landentrüber im 6. Ab-tsdiordens-Zcntralardiiv, Wien I. Verlorene Balleien, nken, Kart. 297 Mainz." Die jeweils angegebenen Nummern beziehen sich auf die Seitenzahlen. Dem Direktor des Zentralardiivs, Herrn Dr. Paul Kletler, sei für gütige Unterstützung meiner Nachforschungen aufriditig gedankt.

Termékadatok

Cím: Mainzer Zeitschrift 56/57, 1961/62 [antikvár]
Szerző: Dr. Arthur Schlegel , Dr. Helmut Hartmann Prof. Dr. Fritz Arens
Kiadó: Verlag des Mainzer Altertumsvereins
Kötés: Vászon
Méret: 210 mm x 300 mm
Dr. Arthur Schlegel művei
Dr. Helmut Hartmann művei
Prof. Dr. Fritz Arens művei
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