Bővebb ismertető
Die Landschajtsradierungen von Jacob Roux gehören V*m reichen kulturellen Érbe der Zeit Coethes und Schillers in Jena. Zusammen mit dem begleitenden Text von Christian Gottfried Schüt^ geben die Maierischen Ansichten aus der Gegend der Universitátsstadt Jena", die hier im Neudruck vorgestellt werden, eine lebendige Schilderung der Stadt von unbetráchtlichem Umfang wie sie der Autor nennt\ und der landschaftlichen Schön-heiten ihrer JJmgebung.Wáhrend der bürgerlichen klassischen Zeit verliehen die G röffen des deutschen G eisteslebens dem M usensit^Jena eine nachdrückliche, über Grenden gehende An^iehungs-kraft. In den Beschreibungen von Schüt% wird überdies deutlich, in welch hohem Mafle das Werk der Klassiker bereits geistiger Besit^ der bürgerlichen Intelligens um 1S00 war. So feiert er die bedeutenden progressiven Eeistungen der Dichter und Wissenschaftler als einen Höhepunkt deutschen Geisteslebens; ihre überragende Bedeutung stellt er bewufit den landschaftlichen Schil-derungen voran.Aus Briefen, Reiseberichten und persönlichen Erinne-rungen wissen wir, wie tief neues Gedankengut %ur damaligen Zeit weite bürgerliche Kreise erfafte. Man bildete sich durch Reisen, lernte Land und Leute kennen und prágte sich Gesehenes tief ein. Das gesellige Leben der Zeit spielte sich vielfach in den bescheidenen Háusern der Bürger ab, wo das Gesprach über Kunst und Lite-ratur einen beachtlichen Raum einnahm. Besonders in den Universitatsstadten und den deutschen Kunst^entren öff-neten sich die Háuser gastfreundlich den Studenten und Reisenden, und ihre Mitteilungen über weltweites Ge-schehen, über die neuesten Werke der Literatur, Kunst und Wissenschaft fanden interessierte Zuhörer. Im gei-stigen Verstehen geknüpfte Freundschaften über dauer tenjahrelange Trennung und hielten die Verbindung selbstüber Generationen aufrecht. Dem Erieben der Natúr,verbunden mit dem wissenschaftlichen Int eres se der Zeitan topografischen Besonderheiten entsprachen die Künst-ler durch wirklich keitsnahe Darstellungen beliebterAusblicke auf Stadte, Schlösser, Flüsse oder Gebirge, diegern gekauf ten Reiseandenken wurden. Von Leipsjgund Dresden aus erwanderten Maler und Stecher die thüringische und sáchsische Landschaft und machten siedarstellenswert. jacob Roux kann bereits auf Erfah-rungen anderer aujbauen, als er seine Jenaer Ansichtenradiert.Das Erlebnis der Saale-Landschaft, der seltenen Vegetation um Jena lockt auch heute die Wanderer auf die Berge, und wie %ur Zeit Goethes sind sie überwaltigt von dem Anblick, der sich ihnen bietet: die Industriestadt eingebettet ^wischen Bergen mit schroffen Felswánden, Waldern oder sanften Wiesenhángen. Das bald breiter bala schmaler werdende Tal %wang die Stadtebauer, mit ihren gr ofen Wohn- und Industrie komplexen weit nach Norden und Süden vor^urücken. Der Zauber der eigen-artigen Natúr aber blieb er hal ten. Ob der Nebel das Tal einhüllt, die untergehende Sonne die Berge magisch be-leuchtet oder der Regenbogen sich über die Stadt spannt die Eindrücke sind die gleichen, wie sie Schüt^ im Anblick der Bilder von Roux, %wei Jabre nachdem er Jena verlassen hatte, beschreibt. Sein Enthusiasmus wird auch den heutigen Leser begeistern.Die ]/eröffentlichung von 1806 wird hier durch Land-schaftsdarstellungen des gleichen Künstle^s aus dem Jenaer Raum bis Dornburg ergan^t, wobei die Illu-strationen dem Buch von Johann Traugott Leberecht DanL Ansicht der Stadt Jena in den Október tagén 1806" wieder vollstándig vorgestellt werden. Der Text von Christian Gottfned SchütL wurde der besseren Les-barkeit wegen gekür^t und geringfügig bearbeitet. Samt-liche abgebildeten Blátter befinden sich im Stadtmuseum Jena.Mit freundlicher Genehmigungdes Goethe- und Schiller-Arc hivs in Weimar konnten bisher unveröffentlichte Briefe von Roux pitiért werden.