Bővebb ismertető
Sotrcbc Das bald tausendjáhrige Tallinn, erstmalig im Jahre 1154 vom arabischen Geographen al-Idrisi auf seiner Weltkarte verzeichnet, bestand im Mittelalter aus zwei konfrontierten Teilen - der unteren Stadt, wo die Kaufleute und Handwerker lebten und der Rat der freien Bürger die volle Macht ausiibte, und der oberen Stadt, die von Adligen (der Ritterschaft) bewohnt wurde. In deren Besitz waren die Lándereien und Gutshöfe Nordestlands, sie aber zogen es vor, ihr Domizil auf dem Domberg zu habén, wo sie sich unter königlichem Schutz bzw. demjenigen des Ordens und hinter starken Burgmauern sicherer fühlten als auf dem flachen Lande. Nie aber konnten sie die zum Hansebund gehörende untere Stadt zum Gehorsam zwingen. Dafí es von Zeit zu Zeit harte Auseinandersetzungen zwischen dem anmafienden Adel und der freien Bürgerschaft gab, beweisen die trennenden Wehrmauern zwischen beiden Stadtteilen. Die Einwohner der unteren Stadt, der werktátige, schöpferische Teil der Bevölkerung, waren die eigentlichen Erzeuger der hiesigen materiellen und geistigen Kultur. Daher hat die Verfasserin es vorgezogen, sie in den Vordergrund zu rücken, obwohl auch über die obere Stadt, den Domberg, viel Interessantes zu berichten wáre. Die dort stehenden gewaltigen, beeindruckenden Bauten und Kunstschátze wurden jedoch nicht von Rittern, sondern von einfachen arbeitenden Menschen, den Bürgern der Unterstadt und den leibeigenen Bauern, geschaffen. Daher erschien es recht und biliig, hauptsachlich von ihnen zu reden und sie dem heutigen Leser vorzustellen.