Bővebb ismertető
Die wunderbar gelegene Hauptstadt Ungarns, Budapest, wird vom würdevollen FluB Donau in zwei Hálften geteilt. Beide Donauufer besitzen ein - ja als Symbol der Hauptstadt zu bezeichnendes Kunstwerk. Am Ufer von Pest finden wir das vielleicht gröBte künsterlische Ensemble von Budapest, das Parlament. Das Gebáude wurde aus AnlaB des tausendjáhrigen Jubiláums der ungarischen Landesgründung errichtet. Auf der rechten Donauseite oder auch der Budaer Seite erhebt sich die 750 jáhrige Matthiaskirche mit ihrem schlanken, achtzig Meter hohen, gotischen Turm, die uralte Heilige Kirche der Nation, - in Stein gehauener Zeuge der ungarischen Geschichte. Diese Zeilen berichten von der Geschichte dieser Kirche. Die Matthiaskirche ist eigentlich gar keine Matthiaskirche in dem Sinne wie jene Döme, Kathedralen oder einfacheren heiligen Státten, die nach ihrem Schutzheiligen benannt werden. Die Krönungs- und Hauptkirche hieB zunáchts Marienkirche, Frauenkirche und Liebfrauenkirche, deren Wallfahrtstag jedes Jahr am 15. August gefeiert wird. Matthiaskirche begannen das Volk und die Neuerbauer der Kirche im XIX. Jahrhundert die Marienkirche zu nennen, weil zu Zeiten des groBen Königs unseres Volkes, Mátyás Hunyadi, und durch seine Opferbereitschaft der práchtige südliche Glockenturm und das südliche "Braut-Tor" im Renaissancestil - für die in der Kirche stattfindenden Hochzeiten - geschaffen wurden. Der Beginn der Geschichte der Kirche geht auf die Zeit unseres ersten Königs, Stephan den Heiligen, zurück. Laut aufgezeichneter Tradition des Esztergomers Hauptkirchenbezirkes ÜeB Stephan der Heilige 1015 an der Stelle des heutigen Burghügels eine Kirche für die Siedlung zu Ehren der Jungfrau Maria errichten. Diese Kirche wurde von den 1241 ins Land einfalienden Tataren ebenso zerstört wie der GroBteil Ungarns überhaupt. Unser König Béla IV., der zweite Landesgründer (1235-1270), lieB, da er mit einem neuen Angriff der Reiterheere der Tataren rechnete, im ganzen Land Steinburgen errichten. So baute er den Budaer Hügel zu einer máchtigen Festung aus. Er lieB ein KönigsschloB bauen und versetzte seinen Herrschaftssitz von Esztergom nach Buda. Anstelle der zerstörten kleinen Marienkirche lieB er eine máchtige, dreischiffige Basilika im romanischen Stil bauen. Der Beginn der Bauarbeiten wird gegen 1245 vermutet. Von dieser Marienkirche aus dem XIII. Jahrhundert ist kaum etwas erhalten geblieben, so in der Náhe des Taufbrunnens, unterhalb des Béla-Turmes das Pfeilerkapitell, welches zwei Mönche, die das Buch der Evangelien in der Hand haltén, darstellt. Das ist Budapests álteste Statue, welche sich seit dem XIII. Jahrhundert "in Situ" oder auch an ihrem ursprünglichen Ort befindet. In der Náhe ist ein anderes romanisches Kapitell zu sehen, welches miteinander kámpfende wilde Tiere darstellt. Die Basilika von Béla IV. erhielt im 14. Jahrhundert ein völlig anderes Gepráge. Mit Erlöschen des altén Herrscherhauses Árpád gelangte der neapolitanische Zweig des französischen Hauses Anjou auf den ungarischen Thron. Der erste König aus dem Hause Anjou, Kari Róbert, wurde 1309 in der Hauptkirche in der Budaer Burg zum ungarischen König gekrönt. Sein Sohn, König Ludwig der GroBe, lieB die romanische Marienbasilika völlig umbauen. Ohne den GrundriB zu verándern, lieB er die Seitenschiffe der Höhe des Hauptschiffes anpassen und das ganze Gebáude dem gotischen Stil angleichen. So entstand jene Hallenkirche, wie sie heute aussieht. Wer waren die Erbauer der Budaer Marienkirche? Unsere Geschichtswissenschaftler vermeinen im GrundriB der Kirche aus der Zeit Béla IV. nordfranzösische und burgundische Einflüsse zu erkennen. Der Umbau zu Zeiten Ludwig des GroBen geschah wahrscheinlich damaligen süddeutschen (Nürnberger Lorenzkirche) sowie österreichischen und tschechischen Mustern zufolge. Es ist so gut wie sicher, daB an den Steinmetzarbeiten wie auch an den Bildhauerarbeiten am Gebáude die Künstler der Prager Parler-Werkstatt beteiligt waren.