Bővebb ismertető
Wenn man von dem doppelköpfigen Reich sprach, meinte man seinerzeit mit dem einen Kopf Österreich, mit dem anderen Ungarn. Von dieser harmonischen Verbindung sehr verschiedenartiger Völker, deren mannigfaltige Eigenheiten in reizvoller Weise einer kostbar ehmgartigen und entzückenden Einheit Farbe verliehen, ist jedoch infolge von sinnlosen Friedensvertrágen in einem Zeitraum von 50 Jahren nicht viel übrig geblieben. Die Doppelmonarchie wurde zernagt, zerstückelt und zerschnitten und zwar geschah das durch die Unwissenheit, die Ungeschicklichkeit, die Böswilligkeit oder die Schwáche von Staatsmánnern, die nicht begriflfen hatten, daB sie in der Form, wie sie existierte, für das europáische Gleichgewicht nötig war; und man opferte sie Máchten auf, die dadurch ihre Unabhángigkeit erringen wollten, daB sie sich vom Joch der Habsburger befreiten, aber schlieBlich unter die Vormundschaft von Herren fielen, die autoritárer waren als die, die sie abgelehnt hatten. Auf diese Weise wurde es geographisch gesehen in ein Osterreich umgewandelt, das nur noch ein Phantom des früheren ist. Aber Österreich bleibt für die Menschen, die es bewundern und seine Vergangenheit ebenso lieben wie seine Gegenwart, eine alle bisherigen Vorstellungen übersteigende Vereinigung von Rassen und Kulturen, der die europáische Kultur seit Jahrhunderten unendlich viel verdankt, weil sich in ihr mit ungewöhnlichem Glück der germanische Geist mit dem slawischen Geist, der magyarische Geist mit dem lateinischen Geist vermáhlen. Auch heute noch findet man, wenn man auf irgendeiner StraBe einer beliebigen österreichischen Stadt spazieren geht, an der Front der Láden die Namen der Gescháftsinhaber liest, !zu seiner Verwunderung Laute aller in Mitteleuropa gesprochenen