Bővebb ismertető
Fast alle Exkursionen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde habén in den letzten Jahren und Jahrzehnten eine besondere intellektuelle, aber auch wohltuend emotionale Note erfahren durch die spezielle Art der kunsthistorischen Führungen. Es ist unsere liebe und nun schon altbewahrte Frau Dr. Lore Telsnig, die in wirklich unnachahmlicher Weise uns allén die Schönheiten und die geistigen Hintergründe der Kunst von der Architektur über die Maierei und die Plastik bis zum Kunsthandwerk nahe bringt. Und dabei ist sie - nach ihren eigenen Worten - in dieses Amt" wie in das berühmte kalte Wasser durch den damaligen Vorstand, Hofrat Dr. Herbert Klein, hineingestofíen worden. Dass ihr dieses kalte Wasser in der Zwischenzeit sehr viel Freude macht, merkt man an ihrem unbedingten Engagement. Kleins Nachfolger als Vorstand, Univ.-Prof. Dr. Hans Wagner, hat sie dann endlich in den Ausschuss geholt, und auch hier sind Rat und Tat von Dr. Lore Telsnig in vielerlei Hinsicht unentbehrlich geworden. Wie viel Zeit wird auch von ihr für die Vorbereitungen der Exkursionen und für die Planung der Führungen aufgewendet. Nun durften wir dieser Frau, die vielen von uns zur wirklichen Freundin geworden ist, im Janner 2003 zum 80. Geburtstag gratulieren, einem rundén", der wirklich unfassbar ist, wenn man sich die Energie und Arbeitskraft der Jubilarin vor Augen halt. Es ist ja nicht nur die Landeskunde, von der sie beansprucht wird; sie arbeitet nach wie vor im Salzburger Museum C. A., sie wirkt verdienstvoll im Museumsverein, ist beim Salzburger Turnverein nicht nur bei kunsthistorischen Führungen ihrer Turnschwestern engagiert und war bis vor wenigen Jahren auch als eine in Prominentenkreisen beliebte Fremdenführerin tatig, eine Funktion, in der sie sich aufíerdem um den beruflichen Nachwuchs verdient gemacht hat. Alles in allém fast eine Multifunktionalitat - und das alles neben einer Familie mit ihrem Mann, Ing. Walter Telsnig., und insgesamt fünf Kindern, die ihr bis heute 17 Enkelkinder beschert habén. Wie alle echten" Salzburger ist auch unsere Lore keine Eingeborene". Sie ist am 17. Janner 1923 in der schweren leit nach dem Ersten Weltkrieg in Wien als Tochter des Arztes Dr. Hans Lamprecht und seiner Frau Grete, geb. Brauer, zur Welt gekommen. Nach der Volksschule besuchte sie in Wien das Gymnasium, das sie am 19. Marz 1941 mit der Reifeprüfung abschloss. Nach dem damals obligátén einjahrigen Arbeitsdienst, den sie in Eldaxen bei Hannover absolvierte, begann sie im April 1942 an der Universitat Wien mit dem Studium der Kunstgeschichte. Sie hatte das Glück bei berühmten Lehrern wie Öttinger und Sedlmayr hören zu können, und auch den Kriegseinsatz im Rahmen des Studentenhilfsdienstes hat sie nicht als Unglück empfunden, wie sie gerne betont: als Schaffnenn bei der Wiener Strafíenbahn hat sie das Los einer Jieben kleinen Schaffnerin" kennen- und sogar schatzen gelernt - das liebgewordene Liedchen ist ihr ja bei einer der Geburtstagsfeiern vom Chor ihrer Enkelkinder dargebracht worden