Bővebb ismertető
^-------uMoskau war noch nicht entdeckt, als die Großfürsten vonKiew schon schwedische Prinzessinnen heirateten und ihre Töchter dem norwegischen oder dem ungarischen oder gar dem französischen König in die Ehebetten legten. Das Land im rauhen Norden zwischen Nowgorod, Wladimir und Susdal gehörte wohl zur mächtigen Kiewer Rus, lag aber, von der Hauptstadt ausgesehen, salessje: hinter den Wäldern. Moskaus Entdecker war jedoch beileibe kein Hinterwäldler.Juri Wladimirowitsch, Fürst von Rostow-Susdal, genannt Dolgoruki, zu deutsch Langhand, Urenkel des Kaisers Konstantin Monomachos von Byzanz, Sohn des Großfürsten Mo-nomachos von Kiew, genoß in jungen Jahren byzantinische Erziehung, und Byzanz galt um das Jahr 1100 wohl als die Hauptstadt zumindest der östlichen Welt. Verheiratet war Dolgoruki mit einer griechischen Prinzessin, seine Mutter war eine Tochter des Königs Harold von England, seine Tante Eupraxia die Gattin des deutschen Kaisers Heinrich IV., der im bitterkalten Januar 1077 barfuß und barhäuptig im Büßergewand nach Canossa ging, Papst Gregor anzuflehen um Aufhebung des Kirchenbanns.Dieser Dolgoruki also, vertraut mit den Geschäften und Händeln des Okzidents und des Orients, entdeckte den Bo-rowizki-Hügel zwischen den Flüssen Moskwa und Neglinka. Der Name, so hört man, kommt her vom russischen Bor, auf deutsch Nadelwald. Oder vielleichtvom Keiler, russisch Bo-row, oder vom Steinpilz, russisch Borowik? Wie auch immer, Dolgoruki war nicht gekommen, Pilze zu sammeln. Seinem geschulten Kriegerauge entging nicht, daß dieser sanfte Hügel ein idealer Platz für eine feste Burg war. So ließ er 1156 um Fürstenhof, Kirche und Pferdeställe drei Reihen Eichenstämme in den Boden rammen, jeder sechs Meter lang und an die vierzig Zentimeter dick, ein solider Palisadenzaun, der freilich keine zwanzig Jahre standhielt, nomadisierende Po-lowzer belagerten Dolgorukis Eichenburg und steckten die hölzerne Umzäunung in Brand.Man hat Dolgoruki später den Begründer der Stadt genannt. Belegt ist, daß er 1147 den Fürsten Swjatoslaw von Nowgorod-Sewerski zum Essen einlud: Komm zu mir, Bruder, nach Moskau . . . Diese Einladung ist die älteste erhalte-1'if. ' V 'Ii