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Alexander Buchner - Mozart und Prag [antikvár]
 
ie gesamte Musikwelt feierte im Jahre 1956 den zweihundertsten Geburtstag Wolfgang Amadeus Mozarts. „Es gibt keinen zweiten Namen in der Reihe der großen Musiker, der mil so allgemeiner, einstimmiger und aufrichtiger Verehrung und Liebe ausgesprochen würde wie der Namen Mozarts" - schreibt im Jahre 1887 der bedeutende tscliechische Ästhetiker Otakar Hostinsky zum hundertsten Jahrestag der Prager Uraufführung der Oper Don Giovanni. Mozarts Namen fmdet in den Herzen der Tschechen besonders liebevollen Widerhall, denn es gibt in der...
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ie gesamte Musikwelt feierte im Jahre 1956 den zweihundertsten Geburtstag Wolfgang Amadeus Mozarts. „Es gibt keinen zweiten Namen in der Reihe der großen Musiker, der mil so allgemeiner, einstimmiger und aufrichtiger Verehrung und Liebe ausgesprochen würde wie der Namen Mozarts" - schreibt im Jahre 1887 der bedeutende tscliechische Ästhetiker Otakar Hostinsky zum hundertsten Jahrestag der Prager Uraufführung der Oper Don Giovanni. Mozarts Namen fmdet in den Herzen der Tschechen besonders liebevollen Widerhall, denn es gibt in der Geschichte wolil nur wenige Beispiele, daß einem Künstler in der Fremde so viel Verständnis und Liebe entgegengebracht worden wäre wie Mozart in Prag. Der Erfolg seiner Kunst war keineswegs ein Spiel des Zufalls oder das Ergebnis einer günstigen Stimmung des Prager Publikums, sondern lag tief in den Grundlagen der tschechischen Musikkultur verwurzi^lt. Darum nahm die Stadt Prag Mozart mit offenen Armen auf und erhielt zu Recht den stolzen Titel der „Mozartstadt". Daß die Gunst des Prager Publikums in Mozarts Leben und Schaffen nach der Aufführung der Oper Die Hochzeit des Figaro recht viel bedeutete, gibt auch der vorzügliche Biograph Mozarts, der deutsche Historiker Arthiu* Schurig zu: „In der Tat ist Mozart zu allererst in Bohraens Hauptstadt voll anerkannt, geschätzt und geliebt worden. Wenn ein Ort Anrecht hat, die Mozartstadt zu sein, so ist es nicht Salzburg, das Wolfgang Amade gehaßt hat, nicht Wien, das ihn hat verliungern und im Massengrabe vergessen lassen, sondern eher das goldene Prag." BÖHMEN, DAS KONSERVATORIUM EUROPAS Ein wertvolles Zeugnis von der großen Musikalität des tschechischen Volkes legen die Aufzeichnungen "The present State of Music in Germany" des englischen Musikschriftstellers Charles Burney ab, der auf seinen Reisen durch Europa auch Böhmen besuchte, das ihn laut seiner eigenen Worte schon lange angelockt hatte: „Oft habe ich gehört, daß die Tschechen das musikalischste Volk in Deutschland, wenn nicht in ganz Europa sind. Und ein berühmter deutscher Komponist (Johann Christian Bach), der gegenwärtig in London weilt, hat mir versichert, daß wenn die Tschechen nur annähernd so günstige Bedingungen hätten wie die Welschen, sie diese bestimmt übertreffen würden." Burney bereiste das ganze böhmische Königreich von Süden bis Norden und beobachtete überall aufmerksam, wie der einfache tschechische Mensch Musik lernt. Bei dem berühmten Organisten und Kantor Jan Dusik in Cäslav erblickte er in einem Raum Kinder, Knaben und Mädchen von sechs bis elf Jahren, die lasen, schrieben, Violine, Oboe, Kontrabaß und andere Instrumente spielten. Der Kantor Dusik hatte in seinem Zimmer

Termékadatok

Cím: Mozart und Prag [antikvár]
Szerző: Alexander Buchner , Antonín Cubr , Karel Koval Karel Mikysa
Kiadó: Artia Verlag
Kötés: Vászon
Méret: 240 mm x 280 mm
Alexander Buchner művei
Antonín Cubr művei
Karel Koval művei
Karel Mikysa művei
Bolti készlet  
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