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VORWORTDas Institut für protestantische Kirchengeschichte, Wien" freut sich, hier die Darstellung der gleichsam als Modellfall für die evangelische Kirchengeschichte Altösterreichs anzusehenden Ge-schichte des Protestantismus im schlesischen Herzogtum Teschen 15451918/20 vorlegen zu dürfen. Die Geschichte des Protestantismus im Bereiche des altén Herzogtums Teschen ist nicht nur für den Bereich einer eng abgegrenzten territorialkirchengeschicht-lichen Forschung von Bedeutung: Reformation und Gegenreformation verliefen freilich mit einer ganz entscheidenden und dadurch geschichtswirksamen Phasenverschiebung in diesem Raume analóg zur Geschichte der Reformation und Gegenreformation in Schlesien, in den Lándern der Böhmischen Krone, Innerösterreichs und Niederösterreichs. Auch wáhrend der Durst-strecke", die der oberschlesische Protestantismus ohne Pfarrer und Lehrer als reine und vielverfolgte Laienkirche" zurückzulegen hatte, teilte er das schwere Los des Geheimprotestantismus" in den Alpenlándern, in Böhmen und Máhren. Nach Gewáhrung der Duldung für Akatholiken wurde die evangelische Kirche Öster-reichisch-Schlesiens durch die Gnadenkirche zu Teschen und die evangelisch gebliebene Stadt Bielitz zur Mutter- und Patenkirche der Evangelischen Kirche in den Lándern und Gebieten von der Bukowina bis Tirol und von Böhmen bis Triest, die heute auf die Republik Österreich, die Tschechoslowakei, Polen, Rumánien, die Ukrainische Sowjetrepublik, Jugoslawien und Italien politisch aufgeteilt sind. Durch enge geistliche, geistige und personelle Bande war sie zudem mit dem lutherischen Protestantismus in Ungarn, in der Slowakei und in der Zips verzahnt: Ihre Verbin-dungen reichten in gleicher Weise nach Deutschland wie nach Siebenbürgen. So kann die Darstellung dieses nur scheinbar territorial so eng abgegrenzten Teschener Protestantismus ex-emplarisch die Geschichte des Protestantismus in der von vielen