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NAUMBURGKunst und Natursei eines nur.- In Naumburg an derSaale kannman die Wahrheit dieses Wortes verstehen und erleben. Diefast 1000jährige Stadt liegt in einer der schönsten Gegendendes reizvollen Saaletales. Hier nimmt die Saale die Unstrut aufund bildet eine breite und liebliche Talmulde, die teils von be-waldeten, teils von mit Reben bedeckten Bergen, den Aus-läufern des Thüringer Waldes, umgeben wird.Die Gründung der Stadt ist von den Ekkehardingern, denMarkgrafen von Meißen ausgegangen. Ihr Stammsitz war derOrt Gene, unweit am Austritt der Unstrut ins freie Saaletal ge-legen. Vermutlich schon seit karolingischer Zeit bestand hiereine Befestigung, die von den Grafen der Ekkehardingerzu einerpfalzähnlichen Anlage ausgebaut wurde und in deren SchutzHandwerker und Kaufleute (mercatores) siedelten. In der dor-tigen Abtei waren die Ahnen der ekkehardingischen Familie inlanger Reihe bestattet, als letzter der große Ekkehard I., eineZierde des Reiches und eine Stütze des Vaterlandes, wie ihnThietmar von Merseburg nennt. Er ist in der deutschen Reichs-geschichte eine Persönlichkeit von Rang. Als Kaiser Otto III. imJahre 1002 unerwartet früh und kinderlos verstarb, war Ekke-hard I. einer der Prätendenten auf den deutschen Thron. Seinepersönlichen Gegner ließen ihn jedoch ermorden, noch bevordie Entscheidung im Thronstreit gefallen war.Ekkehard I. galt lange Zeit als der Gründer der Stadt Naum-burg. Urkunden und chronikalische Zeugnisse wissen jedochnichts davon. Wohl aber wird auf sein Betreiben hin die Nu-wenburg als neues Machtzentrum der Ekkehardinger um dasJahr 1000 errichtet worden sein. Auf diese geht der Name derStadt zurück. Auffallend ist die Ähnlichkeit der Befestigung beiGene und der Neugründung der Ekkehardinger. Wie diese warsie als eine Art Spornburg in repräsentativer Lage errichtet