Bővebb ismertető
Weiße Stadt am MeerVon der See aus macht Helsinki einen majestätischen Eindruck. Wenn das Schiff durch die enge Passage zwischen den Felsen in das Hafenbecken gleitet, sieht man zuerst die Kathedrale, eine blendendweiße große Kirche, die auf einer Erhebung die Stadt weit überragt. Streng und schön sind auch die langgestreckten Gebäude am Hafen, unter ihnen die Stadthalle, der Sitz des Stadtparlaments. Die Kais und die großen Kräne verlieren sich in diesem Panorama. Die Technik scheint die Stadt nur zu berühren, ohne in sie eindringen zu können. Wir erinnern uns alter Reiseberichte: Helsinki, die weltabgeschiedene, idyllische Metropole im Norden; Helsinki, die spröde Tochter des baltischen Meeres".Langsam rollt unser Trabant zwischen den Hafenkränen dem fremden Häusermeer zu. Helle Fassaden, halb versteckt hinter Alleen, gleißen im Schein der Morgensonne. Außer dem Heulen einer Schiffssirene, das uns nachweht, ist kaum ein Laut zu hören. Angenehm beruhigend wirkt diese friedliche Atmosphäre auf unsere gespannten Gemüter. Die leise Angst vor dem Fremden klingt ab, die Neugier wird wieder stärker, wir fühlen uns beinahe geborgen und werden unternehmungslustig. Wie Herrenfahrer sitzen wir in unserer Konservenbüchse, die jetzt über die erste Kreuzung rollt.Grelles Quietschen rutschender Pneus jagt unsvondenPolsterlehnen.Wenige Meter neben dem Trabant kommt ein Wagen zum Stehen. Warum blickt uns der Fahrer so erstaunt an? Wir haben doch eindeutig Vorfahrt! Vorsichtig setzen wir unseren Weg fort.Vor der nächsten Kreuzung sehen wir uns aufmerksam um, überzeugen uns, daß wir auf der Hauptstraße sind, und geben behutsam Gas. Das gleiche Kreischen, der gleiche erstaunte Blick. Aber dann lächelt der Herr am anderen Lenkrad und verneigt sich leicht. Fehlt nur noch, daß er den Hut zieht. Was ist hier bloß los ? Aus allen Richtungen schießen Fahrzeuge heran. Erst im letzten Moment bremsen sie, um ein anderes vorbeizulassen. Unser Mut ist gesunken. Vor jeder Kreuzung zögern wir lange, ehe wir den Sprung ans andere Ufer wagen. Dadurch werden wir aber zum Verkehrshindernis. Alle haben es eilig, und darauf hat sich der Verkehr eingespielt. Wir müssen uns anpassen, was bleibt uns übrig. Das Quietschen der Pneus,