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Mitunter, in stürmischen Nächten, ist ein Rauschen und Schnauben in der Luft, ein Hufegeklapper und Waffengeklirr, und die Leute im Wiehengebirge heben lauschend den Kopf. Und einer sagt es dem anderen: Der Herzog Widu-kind und seine Kampfgefährten sind es. Sie finden keine Ruhe. Der Herzog Widukind ist bis auf den heutigen Tag in Niedersachsen unvergessen. In ihrem Lied Von der Weser bis zur Elbe, von dem Harz bis an das Meer. . . bezeichnen sich die Niedersachsen als Herzog Widukinds Stamm, und das, obwohl der streitbare Sachsenführer als Unterlegener in die Geschichte eingegangen ist. In den Jahren 782 bis 785 kämpfte er gegen die Franken und für den Glauben seiner Väter. Im Jahre 785 beugte er das Haupt vor König Karl und vor dem Kreuz: Widukind ließ sich taufen.Ob gerade das seinem Nachruhm so förderlich gewesen ist - wir können es nur vermuten. Er muß jedenfalls ein bedeutender Mann von großer Ausstrahlung gewesen sein, ein Mann, mit dem sich noch nach 1200 Jahren ein ganzes Land identifiziert.Die Grenzen des heutigen Bundeslandes Niedersachsen, die nach dem Zweiten Weltkrieg festgelegt wurden, stimmen jedoch mit dem alten Siedlungsgebiet des sächsischen Volksstammes nicht überein. 1946 stellte man Hannover. Braunschweig, Oldenburg und Schaumburg-Lippe unter eine gemeinsame Landesregierung.Landschaftlich läßt sich Niedersachsen unterteilen durch den Harz und das Weserbergland im Süden, nordöstlich und nordwestlich davon schließen sich die Lüneburger Heide und das Emsland an. Im Norden bildet die Nordsee die natürliche Begrenzung.Etwa parallel zur Ems verläuft im Westen die niederländische Gren-IM LAND DER CHAUKENUND CHERUSKER