Bővebb ismertető
NiedersachsenKaiser Maximilian I. (1459-1519) teilte das Land in einen ober- und niedersächsischen Kreis ein. Diese Einteilung geschah im Zuge der Organisation zahlreicher Klein- und Kleinststaaten zu größeren Verwaltungseinheiten. Die Folge dieser Maßnahme war, dass das Land westlich der Weser im Westfälischen aufging. Zu den Reichsständen des niedersächsischen Kreises zählten die Herzöge der braunschwelgischen Linien Calenberg und Crubenhagen sowie Lüneburg und Wolfenbüttel Außerdem sind die Herzöge von Mecklenburg und Lauenburg und auch der König von Dänemark als Herzog von Holstein zu nennen. Das Land Niedersachsen ist also der zwischen der unteren Weser und Elbe liegende Teil des alten Sachsen. Die Landschaftsbezeichnung Niedersachsen" wurde erst seit der Mitte des 16. Jahrhunderts gebräuchlich. 1815 entstand die preußische Provinz Sachsen. Auf dem Wiener Kongress war beschlossen worden, dass Kursachsen die nördlichen Landestelle von Görlitz Im Osten bis Langensalza im Westen an Preußen abtreten mus-ste. Die östlichen Gebiete verzichteten auf den Namen Sachsen", und der westliche Teil wurde Zentrum der neuen preußischen Provinz.Nach dem Zweiten Weltkrieg fasste die britische Besatzung die zunächst neuentstandenen Länder Braunschweig, Oldenburg, Schaumburg-Lippe sowie die Provinz Hannover zu dem Großraum Niedersachsen" zusammen. Am 20.4.1947 fand die erste niedersächsische Landtagswahl statt. Die Landesregierung stand In den Anfangsjahren vor allem vor dem Problem der Eingliederung von zwei Millionen Flüchtlingen und Vertriebenen, einer sehr hohen Arbeitslosenzahl und großer Wohnraumnot.Die Landschaft und ihre geologischen EigenheitenGeograflsch gesehen können wir das Land Niedersachsen in die Regionen Norddeutsches Tiefland, Niedersächsisches Bergland und die Harzregion einteilen. Den Harz bildet ein mehrfach gefaltetes Rumpfmassiv, das niedersächsische Bergland besteht aus Schichten von Sandsteinen, Tonen und Mergeln. Die nach der saxonischen Gebirgsbildung einsetzende Abtragung schuf weitgespannte Aufwölbungen (Weserbergland mit Solling, Kaufunger Wald, Bramwald). Quer durch das niedersächsische Bergland zieht sich der Leinegraben mit seinen Mineral- und Solquellen. Die End- und Grundmoränen der Eiszelten schufen unterschiedliche landschaftliche Formen, unterbrochen von Schmelzwasserrinnen der Urstromtäler und Talsandflächen. Das Norddeutsche Tiefland ist von eiszeitlichen Ablagerungen bedeckt. Sie enden im Norden mit einem deutlich sichtbaren Geestrand. Seewärts schließen sich die Marschlande an. Nur am Südrand des Jadebusens und bei Cuxhaven erstreckt sich die Geest bis an die Küste. Dollart, Jadebusen und Leybucht entstanden durch Meereseinbrüche bei Sturmfluten, von denen die Marschregion besonders im Mittelalter heimgesucht wurde. Im Untergrund von Geest und Marsch gibt es Salzlagerstätten sowie Erdöl- und Erdgasvorkommen. Die Marsch findet Ihre Fortsetzung in der einzigartigen Biosphäre des Wattenmeeres und in den der Küste in einer Kette vorgelagerten Ostfriesischen Inseln. Im Oberharz finden wir die höchste Erhebung des Landes, den Wurmberg (971 m). Die Harzer Hochflächen weisen Höhen zwischen 550 und 650 m auf. Im niedersächsischen Bergland erreichen die Höhenzüge 250-500 m (Solling 528 m, Wiehengeblrge 274 m). Nach Norden verringern sich die Höhen auf etwa 50 m. Einzelne Moränen- und Dünenzüge der Geest betragen zwar über 100 m, bilden jedoch Ausnahmen. Die Marschlande liegen zum Teil unter dem Meeresspiegel. Weite Teile des Landes zeugen durch ihre tonigen, braunen Waldböden von der ursprünglich fast flächendeckenden Bewaldung. Die verbliebenen Waldflächen haben einen weitgehend geschlossenen Charakter und sind durch Buchen- und Fichtenbestand geprägt. In den Senken und Tälern sind Mergel- und Tonböden vorherrschend. Intensiver Ackerbau macht die im Bergvorland häufige Schwarzerde möglich. Auf dem Moränenschutt der Geest schließlich gedeihen nur Kiefern, Heidekraut, Wacholder und Ginster. Die Talsandebenen und Urstromtäler zeigen Sandflächen, Hochmoore und Bruchwaldböden. In Niedersachsen gibt es 180 Naturschutzgebiete von ca. 1700 ha Größe. Die großen Ströme Niedersachsens sind die Weser, die Ems und die Elbe; sie alle fließen nach Nordwesten. Die Gezeitenbewegungen an der Nordsee machen sich weit in die Flüsse hinein bemerkbar, so dass es im Frühjahr oft Überschwemmungen gibt. Durch Schleusen und Stauwerke wird versucht, die dadurch verursachten Schäden gering zu halten.3