Bővebb ismertető
DAS ALLES IST ÖSTERREICHSpricht heute jemand von Österreich, denkt er an Urlaub und Skifahren, nennt WIEN, TIROL, SALZBURG und meint im übrigen meist das Alpenland" mit den schönen Gegenden, wo es sich leben läßt, unter gemütlichen Leuten, in guter Luft, zu mäßigen Preisen. Will jemand Österreich näher kennenlernen, geben ihm Prospekte, Broschüren erste Auskünfte, schöne Bilder mit Launigem über Land und Leute, deren Art und Brauch. An Ort und Stelle findet der Besucher dann allerdings, so wie heute fast überall, öfter weniger Gemütlich-Launiges als Ärgerliches. Statt des angepriesenen Echten" einer hier noch heilen Welt" einiges vom üblich Schlechten für viel Geld. Doch entdeckt der interessierte Gast oft auch ein mehr an Bemerkenswertem im Lande, Einzelheiten, verwunderliche Eigenheiten, über die ihn bis dahin weder Führer" noch Bücher aufklärten, etwas wie ein Österreich im Winkel, ein verstecktes Österreich. Ja, auch unerwähnte Sehenswürdigkeiten von oft europäischem Rang knapp neben oder abseits des obligaten Schaugeländes.Um sich im Nachfolgestaat, dem einstigen Kern- und Herzland eines Klein-Europa, das Österreich einmal darstellte, zurechtzufinden - es reichte immerhin vom Bodensee bis ins Vorfeld Asiens, vom Erzgebirge bis zur Adria -sieht sich der Interessierte schließlich meist gezwungen, eine bisher versäumte Stunde Unterricht in österreichischer Geschichte nachzuholen. Schon, um von sich aus Fragen beantworten zu können, die sich ihm stellen, etwa beim Besuch der Wiener Schatzkammer, der Spanischen Hofreitschule, eines riesigen Klosters wie MELK mit Kaiserzimmern, bei Streifzügen durch das SALZKAMMERGUT oder auf HOCHOSTERWITZ. Die sich ihm auch stellen, wenn er unter den 50 Titeln, die der alte Kaiser Franz Joseph führte, solche entdeckt wie: König von Lodomerien, Illyrien, König von Jerusalem, Herr der Windischen Mark Großwoiwod der Woiwodschaft Serbien. Was war das für ein Staat, in dem man neben deutsch und ungarisch auch tschechisch, slowakisch, kroatisch, serbisch, slowenisch, windisch sprach, polnisch und ruthenisch, bulgarisch, italienisch, ladinisch und albanisch, armenisch und jiddisch.' Ist das heutige Österreich mit seiner Barock- und Biedermeiertradition, mit Operetten-, Straußwalzer- und Kaffeehauskultur nun mehr ein deutscher oder eher ein vom slawisch-magyarisch-adriatischen, polnisch-galizischen Völ-