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PARIS, KÖNIGIN DER WELT so klang es zwischen den beiden Weltkriegen in einem Schlager. Paris, das immer Paris sein wird hieß es in einem anderen. Und es stimmt, daß sich im Laufe der Jahrhunderte ein Ruhm gebildet hat, der -warum nicht - ewig dauern wird. Alles hat sich verändert, die Welt hat sich andere Hauptstädte geschaffen, Frankreich, Paris selbst hat viel von seiner Seele eingebüßt. Und wenn auch! Sie, die Lichterstadt, ist die Königin der Welt, ist ohne Rivalin; sie hat Haß und Leidenschaft entfacht - alDer ist nicht gerade das der schlagendste Beweis für ihre absolute Herrschaft über die Herzen und den Geist? Dreimal innerhalb weniger als einhunderfünf-zig Jahren - und fast ein viertes Mal im Herbst 1914 - ist die deutsche Armee bis zu diesem sittenlosen Babylon" vorgedrungen, zu dem es sie gegen ihren Willen zog. 1815 wie 1944 wollte man Paris sogar einäschern, zerstören, damit es für immer verschwinde. Doch wie sich von einem Mythos befreien, wie sich die Hingerissenheit von dieser Stadt aus dem Leibe reißen?So sind denn seit Jahrhunderten mit glückU-cherweise friedlicheren Absichten Tausende und dann Milhonen ununterbrochen durch ihre Straßen geströmt, Fremde und Einheimische (wobei die ersteren oft zu den letzteren wurden). Alle kamen irgendwann zu dieser kleinen Insel an der Biegung eines sanften Flusses, aus dem übrigen Frankreich, der Provinz" zunächst (sie bilden den Hauptanteil der Pariser Bevölkerung), dann die Fremden, die zumindest einmal in ihrem Leben hier gewesen sein wollen. Hier, wo gleich dem Übergreifen der ursprünglichen Insel auf ihre unmittelbareDer Triumphbogen, einziger erleuchteter Wächter über die Sommernächte im Herzen der friedlich schlafenden Ebene.