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VORWORT Bei einem der furchtbaren Ausbrüche des Vesuv im 1. Jahrhundert unserer Zeitrechnung wurde durdi ein Erdbeben eine kleine Stadt des altén Italien in der Náhe des heutigen Neapel', Pompeji, zerstört. Das Dátum der Katastrophe ist uns gut bekannt: der August des Jahres 79. Pompeji war von der Erdoberfláche verschwunden, über den Ruinen der vernichteten Stadt hatten sich im Laufe langer Jahrhunderte neue Erdschichten gebildet. Doch im 18. Jahrhundert wurden an der Stelle der verschwundenen Stadt zuerst zufállige, spáter aber auch...
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VORWORT Bei einem der furchtbaren Ausbrüche des Vesuv im 1. Jahrhundert unserer Zeitrechnung wurde durdi ein Erdbeben eine kleine Stadt des altén Italien in der Náhe des heutigen Neapel', Pompeji, zerstört. Das Dátum der Katastrophe ist uns gut bekannt: der August des Jahres 79. Pompeji war von der Erdoberfláche verschwunden, über den Ruinen der vernichteten Stadt hatten sich im Laufe langer Jahrhunderte neue Erdschichten gebildet. Doch im 18. Jahrhundert wurden an der Stelle der verschwundenen Stadt zuerst zufállige, spáter aber auch geregelte, wissenschaftlich organisierte Ausgrabungen unternommen. Indem sie sich allmahlich ausbreiteten und technisch vervollkommnet wurden, brachten diese Ausgrabungen vieles von dem wieder ans Tageslidit, was beim Untergang von Pompeji dort gleidisam konserviert worden war durch die darauf gefallene dichte, für Luft undurchlássige Schicht heifier Asche, die wáhrend der Eruption aus dem Kráter des Vulkans hervorgebrodien war und Menschen wie Gegenstánde von allén Seiten umhüllt hatte. Dem Blick der Forscher botén sich die Reste von Stadtplátzen, Wohnráumen und Hausrat dar. Inschriften, die, wie bei den Altén üblich, in Stein gemeiBelt waren, wurden gelesen, Fresken und Statuen, zum Teil beschádigt, wurden aufgedeckt. In einigen Fállen war es möglich, sogar die Kontúrén einiger der im Aschenregen zugrunde gegangenen Menschen und Tiere wiederherzustellen; die Körper waren zwar zu Staub zerfallen, hatten aber klare Spuren ihrer Formen hinterlassen. Mit dem Fortgang der Grabungen an der Stelle des altén Pompeji trat das einstige Leben einer altitalischen Munizipalstadt der hellenistischen Zeit immer vollstandiger hervor. Dabei bot sie sich von einer Seite dem Blicke dar, die sich uns sonst fast stets durdi den eifersüchtigen Vorhang der Zeit als didit verhangt erweist: von der Seite des Alltagslebens einer antiken Stadtgemeinde. Aus den Trümmern kamen die Reste bald ganz bescheidener, bald gröfierer Werkstatten verschiedener Art mit ihrem Produktionsinventar, mit Geráten und Beispielen ihrer Erzeugung zum Vorschein. Es zeichneten sich die Ruinen von Báckereien, Fárbereien, Verkaufsladen und Gladiatorenkasernen ab, von öffentlichen und privátén Gebáuden, von bescheidenen Wohnungen der armen Leute Pompejis und von Hausern der Reichen mit Zimmern, die eigens den Sklaven zugewiesen waren. Man gewann auch eine klare Vorstellung davon, wie die Stadt für die Bedürfnisse der Einwohner sorgte, zum Beispiel durch das System der stádtischen Wasserleitung und der StraBenbrunnen, die der Einwohnerschaft von Pompeji Wasser 5

Termékadatok

Cím: Pompeji [antikvár]
Szerző: Maria J. Sergejenko
Kiadó: Koehler & Amelang
Kötés: Vászon
Méret: 150 mm x 210 mm
Maria J. Sergejenko művei
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