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Der Kristallisationspunkt für die Entstehung Potsdams war der slawische Burgwall Poztupimi, der auf einer Havelinsel der Nuthemündung gegenüber lag. Er dürfte der Sitz eines slawischen Adligen gewesen sein, der das umliegende Gebiet beherrschte. Im Jahr 993 schenkte Kaiser Ottó III. die Burgwálle Poztupimi und Geliti (Geltow) der Abtei Quedlinburg. Beide lagen zu damaliger Zeit im Stammesgebiet der Heveller, die den Deutschen tributpflichtig geworden waren, als König Heinrich I. im Zugé der Ostexpansion im Winter 928/29 den Sitz ihres Stammesfürsten, die Brennaburg (Brandenburg), eroberte. Im Grófién Slawenaufstand von 983 schüttelten die Heveller die deutsche Oberherrschaft wieder ab, so dafi Kaiser Ottó III. zehn Jahre danach nur noch den Anspruch auf einen einstigen Besitz weitergeben konnte. Die Burg Poztupimi kam tatsáchlich erst 1150 im Erbgang wieder in deutsche Hánde, als der zum Christentum übergetretene Hevellerfürst Pribislaw-Heinrich starb. Er hinterliefi sein Herrschaftsgebiet dem Askanier Albrecht dem Bárén, der Markgraf der Nordmark des Reiches war. Das Havelland wurde so auf friedlichem Wege deutsch und Albrecht der Bár, der damit auch in den Besitz der Stammburg der Hevellerfürsten kam, nannte sich nach ihr Markgraf von Brandenburg. Von dem Aussehen der Burg Poztupimi habén wir nur ungenaue, durch Ausgrabungen gewonnene Vorstellungen. Es ist keine authentische Ansicht von ihr überliefert. Angeregt von dem Dichter und Maler August Kopisch, der sich in der Mitte des vorigen Jahrhunderts mit Berlins und Potsdams Urzeit" bescháftigte, schuf Adolph v. Menzel eine Vignette mit einer fiktíven Darstellung der Burganlage, bei der die genaue Beobachtung der topographischen Situation darüber hinwegtáuscht, dafi die Ansicht ein Phantasiegebilde ist.