Bővebb ismertető
Einleitung POTSDAM Stadt und Schlösser in drei Jahrhunderten Potsdam und PreuÖen sind im Bewufitsein vieler Menschen zwei Namen, die zusammengehören, ja oftmals gleichgesetzt werden. Die Touristen, die jáhrlich zu Hunderttausenden Potsdam besuchen, bewundern aber nicht nur die Kunstwerke und Gartenanlagen von Sanssouci, Neuem Palais und Charlottenhof, von Marmorpalais, Cecilienhof und Babelsberg. Sie fragen auch danach, wer die Bauherren, Künstler und Handwerker waren, die dies geschaffen habén, wer hier gewohnt und gelebt hat, was hier geschehen ist. Das wachsende Interesse für Geschichte, für vergangene Ereignisse und Leistungen wirft Fragen nach der Bedeutung von Érbe und Tradition, nach der deutschen Geschichte und - vor allém im Angesicht von Potsdam und seinen Bauten - nach der Rolle Preufiens auf. In Potsdam habén bedeutende Baumeister, Maler, Bildhauer, Handwerker, Gartengestalter und Gártner des 18. und 19.Jahrhunderts gewirkt und ein weltbekanntes Ensemble geschaffen, das Schöpfertum und progressive Ideen vergangener Jahrhunderte widerspiegelt. Mehr denn je bewundern und würdigen wir heute die Leistungen von Schlüter, Knobelsdorff, Langhans und Schinkel, Pesne, Frisch und Rode, Glume, Schadow und Rauch, der Gartengestalter Lenné und Pückler sowie vieler anderer Künstler und Handwerker. Die von ihnen geschaffenen Schlösser sind aber nicht nur Kunstwerke, sie waren auch Wohn- und Regierungssitze der preufiischen Könige. Wichtige politische Entscheidungen sind hier gefállt worden, die den Lauf der Geschichte beeinflufit habén. Es erscheint deshalb sinnvoll und notwendig, nicht nur die grófién künstlerischen Leistungen der Vergangenheit, wie sie sich in den Potsdamer Schlössern und Gárten zeigen, darzustellen und den Besuchern zu erláutern, sondern sie auch im geschichtlichen Zusammenhang ihrer Zeit zu betrachten. Der vorliegende Bildband soil diese beiden Seiten durch die Verbindung von Geschichte und Kunst, von Wiedergabe authentischer Dokumente aus den Archiven über geschichtliche Ereignisse und Persönlichkeiten sowie von Darstellung der künstlerischen Schönheiten verdeutlichen. Die Bilder und Dokumente zeigen in historisch-chronologischer Abfolge die Entstehung und Geschichte der Potsdamer Schlösser und Gárten. Sie erláutern wichtige politische Entscheidungen, die hier vorbereitet oder getroffen worden sind. Dabei ist es weder möglich noch beabsichtigt, die Entwicklung in ihrer ganzen Füllé darzubieten. Eine Geschichte Preufiens oder eine Geschichte der Stadt Potsdam wird nicht vorgelegt. Vieles kann nur mit Beispielen angedeutet werden und soil zur weiteren eigenen Bescháftigung mit diesen Fragen anregen. Die Potsdamer Schlösser und Gárten dürfen nicht isoliert als ein für sich selbst sprechendes und in sich selbst ruhendes künstlerisches Ganzes betrachtet werden. Sie stehen in enger Beziehung zur Stadt Potsdam und ihrer Umgebung. Im Verlauf mehrerer Jahrhunderte entstanden, sind sie Ausdruck des jeweiligen historischen Zeitabschnitts und der in diesem vorherrschenden politischen und künstlerischen Anschauungen. Die áltesten erhalten gebliebenen Bauwerke in der Stadt Potsdam stammen aus dem Ende des 17. Jahrhunderts. Es sind der Marstall und das sogenannte Predigerwitwenhaus. Alle anderen Gebáude, sowohl die Schlösser als auch die Bürgerháuser und Verwaltungsgebáude und Kirchen stammen aus den folgenden Jahrhunderten, wobei das charakte-