Bővebb ismertető
Die Jahrhunderte und ihr Verháltnis zur Gegenwartlm Jahre 1926 erklárte Karel Capek, daB Rom auf sieben Hügeln gegründet wurde, aber nie-mand wisse, auf wie vielen Hügeln man Prag erbaut hat, wie viele Hügel und Anhöhen, vorstoBende Berge und Steilhange, Böschungen und Abhánge, Kluften und Felsen, Wasserströme und Taler es be-sitzt . . .Das natürliche Demiurgium von Prag bildete eine gewellte Landschaft, die den Máander des Stromlaufs der Moldau umspannte. Der lebensspendende FluB, seine Furten, die sicheren Hochterras-sen und ausgedehnten, zur Moldau abfallenden Hánge waren die Voraussetzung für die Gründung der beiden Prager Stadtburgen und des ganzen Stadtkörpers. Der GrundriB der Stadt, die Beziehungen zwi-sehen Bebauung und Stromlauf, Umfang und Höhe der auf dem gegliederten Gelande und den Anhöhen verstreuten Gebáude, die Vielfall von Stilformen und UmriBen das alles verleiht dieser histori-sehen Szenerie, die sehon langer als ein Jahrtausend besteht und sich standig weiterentwickelt, endgiilti-ge Gestalt und Form.Stürmisches Gesehehen prágte die Stadt, nach Zeiten des Ruhms folgten Katastrophen, tragi-sehe Höhepunkte. Jahrhunderte hindurch war sie Symbol und Stiitzpfeiler staatlieher Maeht. Mehr als einmal reihte sie sich zu den führenden Metropolen Europas, um dann für lange Zeit in provin-zielle Vergessenheit zu versinken. Sie war das Ziel von Streifzügen und Plünderungen. In ihren Mauern spielten sich Kampfe zwischen Unterdrückten und Machthabern, Armen und Patriziera, Eindringlin-gen und Verteidigern, Utraquisten und Papstlingen, Tschechen und Deutschen, dem Proletariat und Kapital, den Demokraten und Faschisten, das Ringen um das Sein des Volkes sowie brüdermörderische Kampfe ab.Nach jahrhundertelanger Verdeutschung und Unterdrückung waren kaum hundert Jahre erfor-derlich, um die Stadt national auferstehen und sozial erwaehen zu lassen. Im neunzehnten Jahrhundert stellte sie sich an die Spitze des wiedererwachten Volkes. Nach unzáhligen Drangsalen und Deinütigun-gen vermochte sie sich erneut zu erheben und schrittweise in eine moderne GroBstadt und die Metropo-le eines sozialistischen Staates zu entwickeln.Die Einzigartigkeit Prags ist nicht auf einen bestimmten spezifischen Wesenszug oder Besonder-heit zurückzuführen. Das Spezifische an Prag ist, daB es eine Unmenge solcher Besonderheiten und Un-gewöhnlichkeiten besitzt. Sein erhaltener mittelalterlicher GrundriB birgt Kunst- und Denkmalwerte im einer Vielzahl von Stilarten. Obwohl die Gotik und das Barock für Prag die wichtigsten Epochen dar-stellten, ist dennoch keine einzige der Stilströmungen Europas völlig spurlos an dieser Stadt vorbeige-