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AUS DER FRÜHGESCHICHTE PRAGS Das Prager Territórium war schon sehr friih, vermutlich in der Jungsteinzeit (alsó etwa um das Jahr 4000 v. u. Z.), besiedelt. Im Laufe der Jahrhunderte rücken die vorzugsweise auf Anhöhen angelegten Siedlungen zu den Moldau-Ufern vor. Im 8. Jahrhundert u. Z., als hier bereits Slawen lebten, verlagerte sich der Schwerpunkt des wirtschaftlichen Lebens auf den Felsvorsprung von Hradöany (Hradschin) und auf das Gebiet der spateren Kleinseite. Wahrscheinlich war es die hier entstandene Siedlung, die mit dem Areal...
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AUS DER FRÜHGESCHICHTE PRAGS Das Prager Territórium war schon sehr friih, vermutlich in der Jungsteinzeit (alsó etwa um das Jahr 4000 v. u. Z.), besiedelt. Im Laufe der Jahrhunderte rücken die vorzugsweise auf Anhöhen angelegten Siedlungen zu den Moldau-Ufern vor. Im 8. Jahrhundert u. Z., als hier bereits Slawen lebten, verlagerte sich der Schwerpunkt des wirtschaftlichen Lebens auf den Felsvorsprung von Hradöany (Hradschin) und auf das Gebiet der spateren Kleinseite. Wahrscheinlich war es die hier entstandene Siedlung, die mit dem Areal von Hradíany zur Grundlage des historischen Prag wurde. Prag - d. h. die Burgstátte bzw. die an ihrem FuB entstandene Siedlung - laBt sich bereits in der zweiten Hálfte des 9. Jahrhunderts urkundlich nachweisen. Erstmalig erwahnt sie ein bayrischer Geograph im 9. Jh. (Fraganeum), und andere alte Quellen bestátigen, daB gegen Ende des 9. Jahrhunderts auf dem Hradschiner Felsvorsprung Fürst Borivoj (t etwa 894) die erste christliche Kirche (Maríenkirche) und bald darauf eine Burg anlegte, die zum Mittelpunkt des sich formierenden tschechischen Píemyslidenstaates wurde. DaB es sich schon um einen bedeutenden Handelsplatz mit bemerkenswerten Bauten handelte, beweist der Bericht des arabisch-jüdischen Kaufmanns Ibrahim ibn Jakub, der im Jahre 965 auf seiner Reise durch Európa auch Prag besuchte. Er fand das etwa hundert Jahre alte Prag als eine Stadt vor, erbaut aus Stein und Kaik und die handelsreichste von allén". Für die politische Bedeutung Prags spricht die Tatsache, daB es seit seiner Gründung Sitz der áltesten bekannten Fürsten der Premyslidendynastie war, beginnend mit dem Fürsten Borivoj. In der zweiten Hálfte des 10. Jahrhunderts, als sich in Böhmen das ruhmvolle Reich Boleslavs I. und Boleslavs II. entfaltete und durch die Gründung des Prager Bistums (973) Böhmen aus der Regensburger Diözese ausschied, wurde die Prager Burg durch ein Mauersystem befestigt, das den ganzen Felsvorsprung vom westlichen Frontgraben (zwischen dem heutigen Ersten und Zweiten Burghof) bis zum Opys, dem Felsenrürken an der Ostseite der Burg, umgab. Auf diesem Areal standén bereits die St.-Veits-Rotunde (68) mit dem Bischofssitz, der Fürstenpalast, die Klosterkirche St. Georg (71) und eine Reihe von Fachwerkháusern. Mitten durch das Burgareal verlief nach Süden bis unterhalb der St.-Veits-Rotunde eine tiefe Schlucht, durch die das Gelánde der Burg vom Südtor her zugánglich war. Um die Jahrtausendwende erfuhr der tschechische Staat eine Erschütterung, von der er sich jedoch unter der Regierung des Fürsten Oldíich erholte. Wenige Jahre spater stattete Fürst Bíetislav die

Termékadatok

Cím: Prag [antikvár]
Szerző: Ctibor Rybár
Kiadó: Olympia
Kötés: Varrott keménykötés
Méret: 120 mm x 220 mm
Ctibor Rybár művei
Bolti készlet  
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